Hans-Joachim Heyer

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Der von oben her kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der vom Himmel kommt, der ist über alle und zeuget, was er gesehen und gehöret hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an.

Mitte der 80er-Jahre besuchte ich eine Zeit lang eine Pfingstgemeinde in Bad Kreuznach. Als der Pastor diesen Vers zitierte,

geschah mir Eigenartiges. Heute würde ich es mit dem Wort >Verklärung< bezeichnen. Ich hörte mit einemmal die Echos des Pastors Stimme von allen Wänden widerhallten, und ich sah bei geschlossenen Augen allein anhand dieser Echos die Umrisse des Saales. Es war wie bei einer Echolotung einer Fledermaus! Mein Leib fühlte sich seltsam an: alle Nerven vibrierten; das Zeitgefühl war verschwunden; die Worte des Pastors drangen tief in mich ein; sie durchtränkten sozusagen meine Seele. Nachdem ich mich von diesem unerklärlichen Erlebnis erholt hatte, war die Predigt des Pastors so weit gediehen, dass er allen das Angebot unterbreitete, nach vorne zu kommen, um einen Segen vom Herrn zu erlangen. Ein anderer junger Mann und ich gingen nach vorne. Der Pastor legte seine Hände auf unsere Köpfe und sprach irgendein Gebet oder Spruch.

Intellektuell sind diese beiden Verse leicht zu verstehen. Es gibt materialistisch eingestellte Menschen, die von den Dingen der Welt reden, und es gibt einen spirituellen (geistlichen) Menschen, der vom Geist redet, aber er kann die Materialisten mit seiner Rede nicht überzeugen. Dieser, der vom Himmel kommt, ist natürlich Jesus Christus, aber ich hatte mich sofort mit ihm identifiziert, denn schon damals trug ich einsame philosophische Ideen mit mir herum, für die sich kein Mensch, nicht einmal der Pastor, interessierte.

Aber meine Philosophie war damals noch etwas anders, als heute. Ich möchte sagen: noch nicht so klar abgegrenzt vom Materialismus wie heute. Heute, nachdem ich die Bibel ein paar Jahre studiert habe, zeigt sich das Phänomen der Verschlossenheit der Materialisten gegenüber allem Geistigen sehr viel stärker und deutlicher. In der Bibel wird häufig das Wort "Halsstarrigkeit" benutzt. Das Wort bezeichnete die Heiden, aber oft genug ach die Juden, die nicht in der Lage waren, die Gesetze Gottes zu verstehen, selbst wenn sie wussen, dass es sie das Leben kosten würde. 2. Korinther 4,3+4 wird verständlich:

Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt, bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.

In Hosea 4,14 steht: "Denn das Volk, das nichs erkennt, kommt um!" Nichts erkennen bedeutet, nichts von der geistigen BASIS des Materiellen zu wissen. Dieses "nichts erkennen" ist identisch mit der heutigen Statsphilosophie, dem Materialismus! Die Materialisten sind "von Erde", wie Johannes sagt, und wer "von Erde" ist, geht unter.  

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