Hans-Joachim Heyer

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... lautet die Überschrift des 14. Kapitels der >Weisheit Salomos<. Salomo erklärt diesen Ursprung wie folgt: Einst ließen sich mächtige Herrscher als Gottheit verehren, und da ihre Reiche sehr groß waren, fertigten sich weiter entfernt lebende Untertanen Abbilder ihrer Herrscher aus Holz, Ton, Stein oder Metall und bemalten sie kunstfertig. Diese Abbilder symbolisierten die Urbilder, die Herrscher, aber das gemeine Volk hielt die Abbilder für die Urbilder, und dieser Fehler ihres Denkens WAR der Beginn des Götzendienstes (den ich auch Materialismus nenne).

Sehr gut erklärt! Genauso entstand die empirische Wissenschaft. Anfangs hieß sie >Naturphilosophie<, und die Philosophen wussten, dass den materiellen Erscheinungen (Abbildern) der raum- und zeitlose (ewige) GEIST zugrundeliegt. GEIST ist die eigentliche SUBSTANZ (lat.: das Darunterliegende).

Aber die untertänigen "Wissenschaftler" lernten an den von den >Herren der Welt< geleiteten Universitäten nichts von der wahren Substanz; sie lernten vielmehr, dass ...

... Materie substantiell ...

sei. Mit diesem Basisfehler ihres Weltwissens wurden sie von Naturphilosophen zu Naturwissenschaftlern. Dieser systematische Götzendienst weitete sich dann noch weiter aus, indem sie die Wissenschaft weiterreduzierten zum Scientismus.

Wissenschaft ist zwar schon materialistisch, aber der Wissenschaftler WEISS noch, dass er in Bezug zum Geist neutral ist. Er weiß, dass es Geist geben mag, aber die wissenschaftliche Methodik des Wissenserwerbs klammert alles Geistige aus. Ein Wissenschaftler kann Wissenschaft betreiben, ohne das Geringste von Geist und Gott zu wissen, aber er kann privat ein Christ sein und seine Seele erbauen. Geistiges Wissen wird jedoch als Privatsache behandelt und es ist verpönt (karriereschädigend), seinen Glauben an Gott in die berufliche Arbeit einfließen zu lassen.
So kam es, dass das Geistige auch aus der universitären Lehre verschwand und die jüngste Wissenschaftler-Generation gar nichts mehr vom Geist weiß, ja ihn verleugnet, indem sie glaubt, dass es Geist nicht gebe. Und mit diesem Schritt ist der Scientist geboren.

Kann ein Wissenschaftler noch Überlegungen anstellen, ob das Bewusstsein im Gehirn entsteht oder das Gehirn im Bewusstsein, so ist es dem Scientisten nicht mehr möglich, diese Fragen zu stellen. Er KANN nur noch glauben, dass Bewusstsein im Gehirn entsteht, und wenn er genau hinschaut, muss er sogar zu dem Ergebnis kommen, dass es Geist und Bewusstsein unmöglich geben könne, denn die Physik sei ein geschlossenes System, in welches Außerphysisches nicht einwirken könne. Bewusstsein sei bestenfalls ein physisch unwirksames emergentes Phänomen (illusionäre Begleiterscheinung).

Wer nun glaubt, mit dem Scientismus den Tiefpunkt menschlicher Kultur erreicht zu haben, hat weit gefehlt! Es geht noch primitiver, denn die Scientisten (99 % aller Menschen, die heute als Wissenschaftler bezeichnet werden, sind Scientisten) haben sich durchweg an die Reichen (Drittmittelgeber) verkauft. Sie forschen nicht mehr "neutral", sondern interessegeleitet. Sie forschen nicht mehr zum Erkenntnisgewinn und zum Volkswohl, sondern ausschließlich zur Gewinnmaximierung der Reichen. Sie erforschen ausschließlich Mittel und Methoden der Ausbeutung von Natur und Mensch und der Aufrechterhaltung des Unrechtsystems.

Es gibt viele Bücher zum Thema "gekaufte Wissenschaft". Unsere Kinder lernen in der Schule ausschließlich diese "gekaufte Wissenschaft", den gewinnmaximierenden Scientismus.

Salomo beschreibt die Folgen des geistig-seelischen Verfalls der Menschheit. In Weisheit 14,25 lesen wir: "... und gehet bei ihnen untereinander her Blut, Mord, Diebstahl, Falschheit, Betrug, Untreue, Pochen, Meineid, Unruhe der Frommen (damit ist das Ärgern der Frommen gemeint), Unlust, der jungen Herzen Ärgernis, stumme Sünden, Blutschanden, Ehebruch, Unzucht. Denn den schändlichen Götzen dienen ist alles Bösen Anfang, Ursache und Ende."

Salomos Aufzählung beschreibt alles, was heute staatlicherseits systematisch als ethisch empfehlenswert propagiert und durchgesetzt wird.

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