Hans-Joachim Heyer

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Mormonen

Ich hatte gestern Besuch von zwei jungen Männern. Nachdem ich sie an ihrem "Outfit" als Mormonen identifiziert hatte, korrigierten sie mich, die Bezeichnung >Mormonen< haben sie abgelegt; sie würden sich jetzt >Kirche der Heiligen der Letzten Tage< nennen.

Ich sagte, ich sei ein fundamentaler Christ, der die Bibel sehr ernst nehmen, und der Änderungen, Streichungen und Hinzufügungen zu diesem ewigen >Wort Gottes< äußerst misstrauisch begegnen würde.

Ich erzählte, dass seit des Aufkommens der Bibelwissenschaft seitens der Kirchenfürsten versucht würde, die Bibel der Wissenschaft unterzuordnen und sie am wissenschaftlichen Maßstab umzuinterpretieren. Da ich die wiss. Methodik ablehne*, habe ich auf die älteste deutschsprachige Bibel zurückgegriffen, die Luther 1545. Sie sei zwar leider nicht perfekt, aber sie sei neben dem hebräischen und griechischen Urtext, dem Mehrheitstext, die Vertrauenswürdigste, und sie sei die einzige deutschsprachige Bibel, derer die Wissenschaft nicht mehr habhaft werden könne.

Ich erzählte dies, um darauf hinzuweisen, dass ich allen Änderungen äußerst misstrauisch, ja ablehnend, gegenüberstehe. Und nun kämen die Mormonen und fügten der Bibel gleich ein ganzes Buch hinzu. Damit sei satanischen Fälschern Tür und Tor geöffnet, die reine Lehre zu manipulieren, aufdass sie ihre geistliche Kraft verliere.

Ich erzählte, ich führte in den letzten Monaten Auseinandersetzungen mit der chinesischen >Kirche des Allmächtigen Gottes<, die der Bibel ebenfalls ein umfangreiches Werk hinzufügten, was Manipulationen ermögliche und wahrscheinlich mache. Meine Frage an diese Kirche stellte ich nun auch den Mormonen:

WAS mache es nötig, die Bibel zu erweitern? Welche lehrmäßige Erweiterung bieten diese Hinzufügungen gegenüber der Bibel? Was an der Bibel ist korrektur- und/oder ergänzungsbedürftig?

Mir ist bekannt, dass die Mormonen an eine andere Geschichtsschreibung glauben: dass Juden nach Amerika ausgewandert seien und dort sozusagen auf neuem Boden das Alte Testament in neuen Geschichten, aber gleichem Lehrinhalt, nacherzählt hätten. Dann sei Jesus auch in Amerika erschienen und habe mit ähnlichen Worten wie im NT ein amerikanisches Neues Testament gelehrt mit Hilfe neuer Apostel und Propheten. Ich erklärte, das mich alles Historische nicht interessiere, sondern einzig an den zusätzlichen Lehrinhalten der zusätzlichen Bücher interessiert sei.

Falls das Buch Mormon ausschließlich eine neue Historie und neue Schauplätze der Ereignisse anbieten würde, aber der biblischen Lehre nichts hinzugefügt und nichts gestrichen habe, sei dieses Buch in meinen Augen überflüssig. Sollte es jedoch lehrmäßige Erweiterungen oder Veränderungen geben, sei ich interessiert, sie zu prüfen.

Die beiden jungen Männer schauten etwas verlegen, und der eine sagte dann, es gebe einige abweichende Ernährungsvorschriften: Kein Alkohol, kein Tabak, kein Bohnenkaffee, kein Rauschgift, kein Schweinefleisch. Sonst konnten sie mir aus dem Stegreif nichts anbieten. Aber sie wollen bald wiederkommen. Mal schauen.

Zwischendurch hatte ich den beiden Männern erklärt, dass ich die Motive höher achte, als die Lehre. Es komme auf die kompromisslose Wahrheitssuche an, nicht auf die Menge des gefundenen Wissens, die sich sowieso bei allen Menschen im unteren Prozentbereich bewege. Es gebe Zigtausende evangelische Denominationen, die sich fast alle gegenseitig in die Hölle schicken, weil es Differenzen in der als wahr erklärten Lehre gebe. Als Wahrheitssucher müsse man jedoch allen Menschen Irrtümer zugestehen. Ich sei mir sicher, dass nicht die (vermeintlich) Irrtumslosen in den Himmel kommen, sondern die Wahrhaftigen, diejenigen, die Jesus vertrauen/glauben.

So kommen nicht die Adventisten in den Himmel oder in die Hölle, weil sie den Sabbat halten, sondern es kommen jene in den Himmel, die wahrhaftig sind. Es kommen nicht die Neuapostolischen in den Himmel oder die Hölle, weil sie an neue Apostel glauben, das entscheide sich an der Frage, ob sie mit ganzer Seele und Kraft Wahrheit suchen und Jesus vertrauen. Selbiges gelte für die Katholiken. Wenn sie wahrhaftig sind, werden sie früher oder später die Großkriminalität der RKK-Führung erkennen und alles Verlogene und Falsche abstreifen und werden allein der Wahrheit und Jesus Christus vertrauen, unabhängig davon, ob sie formal noch Katholiken sind oder nicht. Wie jene, so beurteile ich auch Kirchen wie die Kirche des Allmächtigen Gottes, die Kirche des Ewigen Gottes, die Kirche der Heiligen der letzten Tage und alle anderen Kirchen und Sekten.

Alle Wahrheitssucher werden die Wahrheit finden. Und da es nur EINE Wahrheit gibt, werden sie alle dasselbe finden: dass Jesus Christus die Wahrheit IST.

Nach oberflächlicher Kenntnisnahme der ersten 150 Seiten des Buches Mormon, die mir (bisher) bestätigte, dass es ausschließlich Historisches und absolut nichts Geistliches enthält, komme ich zum (vorläufigen) Ergebnis, dass Mormonen Christen sind, die der Bibel ein vollständig überflüssiges Buch an die Seite gestellt haben. Zudem stelle ich fest, dass die beiden Männer, die mich besuchten, ein geordnetes, diszipliniertes Leben führen, das nicht komplett dem Materialismus unterworfen ist. Sie wissen vom Geist, von Gott; sie vertrauen auf und glauben an Jesus Christus und haben gute Chancen, in den Himmel zu kommen, ganz im Gegensatz zu den Materialisten, die auf jeden Fall schärfer zu kritisieren sind, als sie.

Ich kritisiere jene Christen, die den Mormonen aufgrund >materialistischer Infektion< das Christsein absprechen, bloß weil sie ein irrelevantes Buch durch ihre Leben schleppen, welches in keinster Weise die biblische Lehre tangiert. Diese finden sie übrigens in der King-James-Bibel 1611, dem englischen Äquivalent unserer Luther 1545.

Bleibt für mich zu hoffen, dass der Kopf der Mormonen nicht so sehr satanisch unterwandert ist, wie die RKK, EKD und die Ökumene und den Wahrheit Suchenden diese Tätigkeit nicht verbietet.

* Ich lehne die wiss. Methodik und damit auch das wiss. Wissen ab, weil es das Fundament des Universums, den GEIST, ignoriert. Ein Lehrgebäude ohne Fundament ist ein zum Einsturz verurteiltes Gebäude, weil es falsch ist. Allein die Quantentheorie erkenne ich als wahrhaftig an, aber diese wurde (meines Wissens im Jahre 1927 von Werner Heisenberg) in ein Raum- Zeit- System umgerechnet, um den "wiederentdeckten" Geist aus dem System zu eliminieren, weil auch die QT als Waffe gegen Gott benutzt werden sollte.

Hans-Joachim Heyer Ich halte das Buch Mormon für harmlos, nutzlos und überflüssig;. als schwache Waffe in den Händen Satans. Die Gründer und die Führerschaft halte ich allerdings für unehrlich - manipulativ. Insofern kann man schon sagen, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Diener Satans sind. Denn sie sind Kenner dieses Buches und müssten, wenn sie ehrlich wären, es längst auf den Müll geworfen haben. Sie können es allerdings als Alleinstellungsmerkmal* gebrauchen und als Quelle persönlichen finanziellen Reichtums und weltlicher Macht nutzen. Die beiden jungen Männer, die mich besuchten, halte ich jedoch nicht für bewusste Täter, sondern für Opfer, die zur Zeit sogar noch geistlich von ihrer Mitgliedschaft profitieren, da sie biblisch geschult werden - im Gegensatz zur Mehrheit der ungläubigen Materialisten, die meist desorientiert und verwirrt durch die Gegend laufen und sich auch noch für aufgeklärt halten. 
Wie gesagt: Das Buch Mormon ist eine sehr schlechte "Übertragung" der Bibel zum Amerikanischen Kontinent, eine stümperhafte, erfundene Nach- und Neuerzählung dessen, was in der wahren Bibel Realität ist. Jeder, der ein wenig Grips in der Birne hat, müsste merken, dass das Buch Mormon wertlos ist. Wer das nicht erkennt, dem muss das Gefühl für Wahrheit schon ziemlich abhanden gekommen sein und hat sicher Probleme, den Wegen Gottes, der Wahrheit, zu folgen. Wer sich hat aufschwatzen lassen, dass dieses Buch wertvoll, ja heilig, sei, hat sich viel Ballast aufgebürdet und kann den leichten Weg zur Wahrheit nur schwer finden. 
Diesen jungen Männern wurde sicher die Reise nach Europa von ihrer Kirche finanziert; sie haben in Amerika und hier ihre Familie und werden kaum in der Lage sein, diese Familie Jesus zuliebe zu verlassen. Ich werde nicht mehr tun können, als einen Keim zu setzen und für sie zu beten.

* Alleinstellungsmerkmale dienen der Abgrenzung zu anderen "Vereinen". Sie sind sozusagen der Mitgliedsausweis, der bestätigt, dass man dem Kopf der Organisation zu dienen bereit ist. Das Alleinstellungsmerkmal markiert den sog. "Frame", den Realitätsrahmen, innerhalb dessen eigenes Denken erlaubt ist.

Hans-Joachim Heyer Allein durch die Tatsache, dass die Mormonen der Bibel andere Bücher als gleichrangig beigestellt haben, beweist, dass sie die Bibel als unvollkommen, bzw. unvollständig betrachten. So können sie die Kraft des Wortes Gottes, wenn überhaupt, nur bedingt kennenlernen. Vor einiger Zeit hatte ich bibelwissenschaftlich geschulte Theologen kritisiert, die die Bibel nicht als wahr erachten, sondern als bestenfalls psychologisch wertvolle Erzählungen. Sie haben die Wissenschaft und Psychologie über die Bibel gestellt, sodass sie die Konsequenzen der Wissenschaft erleben werden und NICHT die Konsequenzen des Glaubens an den Herrn Jesus Christus. Die Wissenschaftsgläubigen bereiten sich auf eine höllische Maschinenwelt vor und nicht auf ein Leben in höherer Welt, die Jesus seinen Gläubigen vorbereitet hat. 
Ich fürchte, die Mormonen bereiten sich weniger auf Jesu höhere Welt, das Reich Gottes, vor, sondern auf das Gefängnis des von den Mormonenführern gezimmertes Paradigmensystems.

Hans-Joachim Heyer  2 Punkte unseres freundschaftlich verlaufenen Gespräches möchte ich erwähnen:
1. Ich hatte gesagt, die Bibel allein sei für mich der Maßstab, um meine Ideen, Eingebungen, Erkenntnisse, Visionen, Träume und was es sonst noch geben mag, zu prüfen, ob sie göttlich oder dämonisch inspirierte Informationen sind. Es gebe zu viele Menschen, die behaupten, göttlich inspiriert zu sein und äußern den blödesten Unfug! So etwas solle mir nicht passieren! Der Mormone sagte, ich solle Gott im Gebet fragen, ob das Buch Mormon von ihm inspiriert sei. Nun, nach den von mir genannten Prüfkriterien müsste in der Bibel stehen, dass ich dem Buch Mormon vertrauen solle. Aber in der Bibel steht in Off.22, 18, dass der Bibel nichts hinzugefügt werden dürfe. (Die Mormonen haben eine King-James-Bibel 1611, in der das Buch Mormon unmittelbar hintendran, gleich hinter Off.22,18, angefügt ist, zwischen dieselben Buchdeckel! Beide Werke sind mit vielen Querverweisen miteinander verbunden worden.)
2. Ich hatte erzählt, dass ich einen Text eines deutschen Bischofs gelesen habe, der geschrieben hatte, der Sündenfall Evas sei für die Menschheit ein Glücksfall gewesen. Ich wollte mit dieser Aussage begründen, dass unsere Kirche satanisch unterwandert sei. Der Mormone sagte, dass er, bzw. seine Kirche, das ebenso sehe. Gott habe die böse Welt gewollt, weil sie nur so für den Menschen zur Schule und zum Prüfstein habe werden können. Ohne diese böse Welt hätten wir nicht lernen und uns nicht bewähren gekonnt usw.. Ich sagte, dass wir ohne den Sündenfall ja gar nichts hätten lernen müssen; wir hätten ja das Wissen gehabt und wir hätten im Vollbesitz unserer Kräfte im Sinne Gottes tätig bleiben können. Der Mormone konnte sich das nicht richtig vorstellen. Er blieb bei seiner Meinung. - Ich werde über diese Frage noch mal in Ruhe nachdenken.

Hans-Joachim Heyer Ich will deine Gedankengänge nicht unterstützen. Es gibt in der L1545 einige unverständliche Verse, die mir erst beim Hinzunehmen anderer Bibeln, auch der L1912, verständlich wurden und mich zudem erkennen ließen, dass Luther selbst Verständnisschwierigkeiten mit den Versen gehabt haben musste. Das ist nichts Schlimmes, aber ich finde es schade, dass Luther an diesen Stellen nicht klarer gesehen hat. Trotzdem bleibe ich bei meinem Statement, dass die L1545 die Vertrauenswürdigste ist. Ich weigere mich, aus der L1545 selber einen Götzen zu machen. Es geht bei den angesprochenen Versen NICHT um mein Problem, diese Verse nicht verstehen zu können; es geht darum, dass Luther diese Verse nicht vermutlich nicht richtig verstanden hat und infolgedessen unklar übersetzt hat. Irren ist nun einmal menschlich, auch bei Gott-inspirierten. Ich will nicht so weit gehen und sagen, Gott habe diese Mängel mit Absicht in die Bibel eingebaut. Was Fehler anlangt, fordere ich von dir, mir Fehler zuzugestehen, ohne mich gleich in die Hölle zu schicken und mein Heil abzusprechen. Überlasse dem HERRN das Urteil und bleibe gelassen.
Gleichwie ich fordere, Fehler machen zu dürfen, gestehe ich dir und den Mormonen ihrerseits zu, Fehler zu machen, auch wenn Glaubenssicherheit vorliegt. Ich kann Jesus Christus nicht fragen, ob die KL1545 wahr ist, weil ich die L1545 als Prüfkriterium für Wahrheit angenommen habe. Ich kenne zu viele Menschen, die sich auf Eingebungen von Jesus berufen und den größten Mist äußern, sodass ich sicher bin, dass nicht Jesus sie inspiriert, sondern ein Dämon sich als Jesus ausgegeben hat. Damit mir das nicht passiert, habe ich die L1545 als Prüfkriterium anerkannt. Die Mormonen glauben, in ihrem Anhang der KJ1611, dem Buch Mormon, sei Glaubensrelevantes zu finden. Bei ihrem gestrigen Besuch, der sich immerhin über 3 Stunden erstreckte, konnten sie mir NICHTS zeigen, was über unsere Bibel hinausgeht. Sie selbst waren nicht in der Lage, mir zB ein Jesuswort zu präsentieren, das ich nicht aus unserer altehrwürdigen Bibel schon kannte. Wenn der wiederauferstandene Jesus im Jahre 34 in Amerika erscheinen ist und dort seine Bergpredigt wiederholt und fast alle anderen Lehrinhalte (außer den Gleichnissen!) wiederholte, macht mich das misstrauisch! Warum hat Jesus nicht wenigstens EINEN Satz gesagt, der lehrmäßig über unsere Bibel hinausgeht? Ich fürchte, weil Joseph Smith, der Erfinder des Buches Mormon, sich nicht wagte, Jesus eigene "Erkenntnisse" in den Mund zu legen. 
Kurz und nicht so gut: Die Mormonen sind auf einem Irrweg, aber sie bestätigten mir aufrichtig, dass sie sich der Wahrheit verpflichtet sehen. Und daraufhin sagte ich ihnen, dass sie die Wahrheit, wenn sie sie ehrlich suchen, auch finden werden, und das könnte für das Buch Mormon nicht positiv enden. 

Lieber Hansjörg, ich fürchte, du hast diese Denke, der wir die 40.000 Denominationen und die durch diese Spaltungen hervorgerufene Kraftlosigkeit des Protestantismus zu verdanken haben. Gestehe Wahrheitssuchern Irrtümer zu und schicke sie nicht gleich in die Hölle. Solange ich bei den beiden Mormonen ungetrübte Wahrhaftigkeit sehe, glaube ich an ihre Errettung trotz ihrer Irrtümer! Auch bei dir sehe ich nur Irrtum, aber keinen Betrug. Der Herr wird auch dir vergeben. Und mir bei meinen Irrtümern hoffentlich auch! 
Vielleicht haben die Mormonen nur 0,1 % der Wahrheit gefunden und du immerhin 0,15 %. Erlaube diesen jungen Männern, die um 25 Jahre alt sind, sich zu irren. Sie unterstehen in ihrer Kirche sehr ihren dominanten "Propheten", zB diesem Russell M. Nelson. Sie haben es schwer, sich von ihnen zu emanzipieren und sich ganz dem Herrn Jesus hinzugeben, denn sie glauben, diese "Propheten" seien echte Vertreter Christi und sprächen dessen Wort. Ich weiß nicht, ob sie es schaffen, aus den Schatten dieser mächtigen Männer herauszutreten. 

Niemand hat das Recht, Gläubige zu kritisieren, weil sie zB die Trinität nicht richtig verstanden haben, denn man selbst hat 0,15 % davon verstanden. Niemand hat das Recht, den Adventisten ihren Sabbat schlecht zu machen, denn dem HERRN war der Sabbat nicht so dogmatisch zu halten, wie es die Pharisäer taten. Und wenn heute jemand meint, er sei ein Apostel oder ein Prophet, nun, damit zeigt er doch nur, dass auch er noch was zu kapieren hat, und irgendwann wird er wohl merken, dass das nicht mit der Bibel vereinbar ist, und dass seine Fantasie ihm das wahre Bibelverständnis erschwert.

Hans-Joachim Heyer Eigentlich sollte sich jeder Christ schämen, zu sagen, er sei Baptist, Pfingstler, Methodist, Apostolisch, Adventist, Mennonit, Anglikaner, Pietist, Lutheraner, Calvinist, Emergency-Christ oder sonst was, aus Scheu vor Abgrenzung seiner selbst und Ausgrenzung aller Andern. Sogar viele Katholiken sind Christen. Die Führungs-"Elite" mag inzwischen flächendeckend für Satan unterwegs sein, aber das ändert nichts daran, dass es in allen Denominationen Christen gibt, auch wenn sich viele in unterschiedlichen Bibelauslegungen irren. Und wenn zB ein Pastor Norbert Link predigt, ich müsse das Laubhüttenfest feiern, toleriere ich seine (in meinen Augen falsche) Ansicht, aber ich akzeptiere sie nicht. Ich werde ihm meine (vermeintlich bessere) Einsicht mitteilen, und wenn mir seine Irrwege zu toll werden, gehe ich halt zu einem anderen Prediger. Link ist nicht Jesus. Roger Liebi und Gert Hoinle sind mir lieber! 
Ist es mein Recht, mir Prediger nach meinem Geschmack auszusuchen? Untersteht meine Wahl meinem Geschmack, meiner Beliebigkeit? Widerspricht das nicht DER WAHRHEIT? Ja, das widerspricht der Wahrheit. Hoinle vertritt derzeit am besten meinen Stand des Glaubens; meiner Kenntnis der Wahrheit. Er spricht am Klarsten aus, was ich glaube. Davor waren es Roger Liebi und Derek Prince. DIE Wahrheit kenne ich nicht; ich kenne nur 0,15 % davon. 
Die Kirchgänger tun mir leid. Sie sind ihren Predigern und deren Irrtümern ausgeliefert. Ich suche mir im Internet diejenigen, von denen ich am meisten lerne. Das hat aber auch den Nachteil, dass es keinen Pfarrer gibt, der mich beobachtet und mir persönlich sagt, was ich falsch mache. Also tu ich mir selber auch leid, weil ich keine gute Gemeinde mit gutem Pfarrer finden kann. 

Das "Dilemma" echter Christen ist, dass sie sich im Glauben festlegen: dass sie den Zweifel überwinden und dass sie dem Relativismus abschwören, einem Relativismus, der ihnen gebietet, jede Meinung als gleich viel Wert zu tolerieren. Diesem Wahrheit zerstörenden Relativismus darf ich nicht verfallen! Und genau deshalb ist die L1545 MEIN unverrückbarer Maßstab! Mit diesem Maßstab können die Prediger erzählen, was sie wollen. Ich messe jedes ihrer Worte an diesem Maßstab. Ich bin KEIN Relativierer! Würden es alle Christen so machen, gäbe es diese 40000 Spaltungen, über die Satan sich freut, nicht. Dann würde sogar ein Norbert Link noch mal ins Grübeln kommen und sich fragen, ob er mit seinem Laubhüttenfest wirklich richtig liegt. Zu viele einer Schafe wollen davon nichts hören. Also muss er sich die Sache noch mal durch den Kopf gehen lassen.

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