Hans-Joachim Heyer

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... heißen die beiden "Spezial" - Hefte, die ich heute zu lesen begonnen habe. Das erstgenannte Heft stammt aus der Reihe "ZEIT-Geschichte" der Wochenzeitung "Die Zeit", und das zweitgenannte ist ein "Spezial" von Compact. Ein Kontrastprogramm! Die ZEIT vertritt die Behauptung, es gebe keine Verschwörungen und Compact behauptet das Gegenteil.

Beginnen wir mit dem vernünftigen Teil dieses Doppelpacks: Die ZEIT beginnt mit der Behauptung, die Verschwörungstheoretiker haben einen "Knick in der Optik". Lassen wir uns das von der ZEIT näher erklären!

Auf Seite 17 - hier beginnt der redaktionelle Text nach einer Serie großformatischer Bilder - steht:

"Fügen sich schräge Details zu einer Geschichte, erscheint dies häufig verlockender, als die triste Vorstellung, der Zufall regiere die Welt. Offenbar gehört es zum Erbe unserer Evolution, dass wir überall Muster erkennen und Zusammenhänge konstruieren - auch dort, wo es keine gibt. "
Nicht erklärt wird, dass Zufälle JEDES Denken, das sie enthalten, an der Stelle, an der der Zufall auftritt, beendet, denn wenn es weder eine kausale Ursache, noch einen Willen gibt, kann man nichts erklären, nichts verstehen.

ZUFÄLLIG finden wir wenige Zeilen weiter hinten diese Zeilen: "Dabei sorgen sich Verschwörungstheoretiker nicht um Logik und Widerspruch. Psychologische Studien haben gezeigt, dass dass dieselben Menschen, die überzeugt sind, Lady Di habe ihren Tod 1997 nur vorgetäuscht, um dem Presserummel zu entgehen, ebenfalls bereit sind zu glauben, sie sei ermordet worden. Nur die Sinnlosigkeit eines Unfalls widerstrebt den Geheimniswitterern."

Ich oute mich klar als Verschwörungstheoretiker, weil und obwohl ich erkenne, dass es dem ZEIT-Autor hier an Logik mangelt, denn er erklärt nicht, wie Logik in einer Welt des Zufalls greifen könnte. Der Autor meint, die Welt sei logisch verstehbar. Man müsse mit Hilfe der Logik erkennen, dass es an bestimmten Stellen des Weltgeschehens Zufälle gebe, die keineswegs einer Planung unterlegen hätten. Die Logik müsse also ihre Grenzen erkennen, jenseits derer der Zufall existiere.

An dieser Stelle der Lektüre offenbart sich bereits eine erste Frage: Wie kann die Logik ihre eigenen Grenzen erkennen und formulieren? - Ich erinnere mich an Gespräche mit Informatikern, die zugaben, es sei nicht möglich, mit Computern echte Zufallszahlen zu generieren. Außerdem seien Zufälle unvereinbar mit den (physikalischen) Naturgesetzen. "Zufälle" gebe es seiner Meinung nach nur dort, wo wir zu blöde seinen, Zusammenhänge zu erkennen, also dort, wo die Welt zu komplex für uns ist.

Da unser Philosophieprofessor (Metzinger), sowie die Hirnforscher (Roth, Singer) behaupteten, es sei die Komplexität der Gehirne, die Bewusstsein erzeugen, glauben sie - so sehe ich das - ihr Nichtverständnis sei eine Erklärung für etwas Nichtverstandenes:

"Das Gehirn ist zu komplex, um es zu verstehen, und diese Komplexität erzeugt Bewusstsein. Verstanden?"
"Bewusstsein gibt es nicht!", sagen sie an anderen Stellen ihrer Vorträge. "Bewusstsein ist eine Illusion von niemandem (da es ja auch kein ICH gebe)." Soviel zur Wissenschaft.

Wir sehen, diesen "Experten" geht es nicht besser, als unserm ZEIT-Autor, der uns Verschwörungstheoretikern einerseits rationales Denken unterstellt, wo es bloß der Zufall war, dann aber selber auf rationales Denken pocht, um sich von den Chaoten abzugrenzen.

Ich habe erkannt, dass an den Stellen, an denen Materialisten "Zufälle" sehen, höhere Dimensionen des Denkens, zu denen Materialisten keinen Zugang haben, in die Welt hineinreichen. Die Macht des Glaubens und des Gebetes entert an den Zufallspunkten das "geschlossene Physiksystem".

Forts. folgt.

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