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F: In "Mein Mythos 2" hast du behauptet, die Harry Potter - Bücher "verursacht", also geschrieben zu haben. Glaubst du das wirklich?
H: Nein, das habe ich auch nicht behauptet. Ich behauptete, daß mein subjektives Universum, in welchem "MAGIE" sehr groß geschrieben wird, insofern mit dem Gesellschaftstraum "Welt" interagiert hat, daß es in ihm die Sehnsucht nach Magie so sehr steigerte, daß Harry Potter zum Massenerfolg werden konnte. Ich habe nur die Sehnsucht nach Magie verstärkt. Daß sie zum Erfolg von H.P. führte, lag außerhalb meiner Kontrolle. Weiterhin behauptete ich, daß ich meine Urheberschaft nicht wisse, sondern in mir als Struktur anlegte, um mir generell die Fähigkeit zu erarbeiten, die Früchte meiner Magie überhaupt wahrnehmbar zu machen. Mich als Urheber von H-P. anzusehen war und ist Teil der Erschaffung meiner magischen Methode, keine Sache historischer Forschungen.

F: War es für dich eine schwere magische Arbeit, diese Sehnsucht zu erzeugen?
H: Nein, überhaupt nicht. Ich habe nichts anderes getan, als an meiner Philosophie zu basteln, d.h. introspektiv in jene Bereiche meiner Seele vorzudringen, wo meine subjektive Welt fabriziert wird.
F: Wie soll ich das verstehen?
H: Ich habe in anderen Essays meiner HP schon erklärt, daß wir kaum aus unserem Geist herausschauen können. Wir betreiben auch Introspektion, wenn wir in die Welt hinausfahren und uns alles anschauen. Wir laufen immer nur in unserer "Sehrinde" herum. Die meisten Menschen wissen dies nicht. Ich weiß es. Ich weiß, wie schwer es ist, aus seiner "geschlossenen Anstalt" herauszublicken. Nun, ich habe es geschafft: Der Blick nach draußen geschieht indirekt durch die "Anomalien": Irgend etwas Unbekanntes bringt mich aus dem Zustand der Harmonie. Immer ist es ein fremder Wille, der das tut. Wenn ich ihn richtig errate und in mein "System" widerspruchsfrei (harmonisch) einbaue, tritt Ruhe in meine Seele ein. Die Seele ist gewachsen; ich habe die Botschaft verstanden. Dem Verstehen folgen neue Wahrnehmungs- und Schaffens- Fähigkeiten.

F: Du hattest das Buch "War against People" von Noam Chomsky über den "Schurkenstaat USA" gelesen, worin zu lesen ist, daß die USA weltweit Kriege initiierten, um potentielle Konkurrenten um die Weltmacht kleinzuhalten. So soll zB der Vietnamkrieg in Wahrheit gar nicht verloren worden sein, sondern gewonnen, denn es war gar nicht das Ziel der USA, Vietnam vor dem Kommunismus zu "befreien", sondern es mitsamt der umliegenden Regionen zu zerstören, damit sich der südostasiatische Raum mit Japan an der Spitze generell nicht zu einem wirtschaftlichen Schwerpunkt entwickelt. Dieses Ziel sei erreicht worden. Was von diesem Szenario ist nun Teil deines subjektiven Universums? Warum liest du solche politischen Bücher?
H: Ich lasse meine Seele gezielt in Großstrukturen hineinwachsen. Meine Verantwortung für mein subjektives Universum verlangt, daß ich mich damit befasse. Bevor ich wie Chomsky urteile und die USA-Politik verurteile, versuche ich zuerst zu verstehen. Ich weiß nicht, was Chomsky geschrieben hat; ich weiß nur, was ich von ihm verstanden habe. Chomsky urteilt nach seinem hohen ethischen Maßstab. Das ehrt ihn. Ich schiebe mein Urteil so lange es geht auf die lange Bank, da ich denke, nur so hinter die Weltmachtpläne der USA zu kommen. Ich will verstehen, wie man solche Pläne für gut finden kann. Wenn ich das erst mal kann, bin ich dem Ziel, diese Schurkenpolitik, wie Ch. sie nennt, zu verstehen, nahegekommen. Denn die Schurken selber halten sich sicher für gut und überlegen. CH. als Ankläger kann die Schurken nicht verstanden haben, denn er haßt die US-Regierung. Ich hasse sie nicht. Ich werde sie verstehen und ihr entweder helfen oder ihr unerkannt ins Handwerk pfuschen. Die US-Politik ist sehr erfolgreich. Die Magier an der Spitze müssen etwas begriffen haben, was die kleinen Zauberer kleinerer Machtgebilde nicht wissen. Die Amis wollen ja nicht nur Macht - wie alle Welt behauptet. Wer nur Macht will, geht unter. Macht muß ein Mittel zum Zweck sein. Ich bin mir absolut sicher, die US-Machtelite hat eine Utopie - einen MYTHOS - für den sie die vielen Millionen und Abermillionen Menschen ermordet.....

F: Muß nicht ein Mythos, für den man so viel Elend über die Menschheit bringt, schlecht sein?
H: Nein. Nein, ohne Mythen geht es nicht. Und die Menschen bringen sich eh gegenseitig um. Schon Aristoteles hat ganz richtig erkannt, daß das Volk und die Despoten gleichen Charakters sind: Beide fühlen sich von Betrügern und Schmeichlern angezogen. Setzt man einen vom Volke an die Spitze, wird er zum Despoten: An der Spitze zeigt er sein wahres Wesen. Und sind sie nicht Despoten**, dann sind sie Opfer irgendwelcher Mythen, weil sie sie nicht als solche erkennen, sondern glauben, sie seien real. Beispiel für heute: Die Wissenschaft!
Großmythen sind mir lieber, als viele Alltags-Kleinmythen, die nicht weit reichen. Schau mal, da kommt ein Heiliger wie Jesus und lehrt die Menschen eine großartige Weisheit. Aber diese Weisheit kommt beim Volk nicht an. Was dort ankommt, ist ein hirnloser, blutrünstiger Dogmatismus, der mit der jesuanischen Spiritualität nichts zu tun hat. Meine traurige Erfahrung ist die, daß 90 % aller Menschen unaufklärbare Raubtiere sind, die gebändigt werden müssen. Was heute an Wissen in den Köpfen dieser 90% herumspukt, ist nichts als dieser magische Bann, der sie im Zaume hält. Gut, zur Ehrenrettung dieser "People" sei gesagt, sie wurden durch Jahrtausende lange Manipulation zu denen, die sie sind. Sie sind Opfer. Aber wir müssen von dem ausgehen, was heute Faktum ist, und Faktum ist, daß viele Seelen in diesem Leben nicht mehr zu retten sind. Allzuviel Einsicht wäre nötig. Aber sie haben kein Interesse an Einsicht. Was also tun? Sie zwingen mittels Gewalt: Krieg! (Nicht, daß Andere Krieg für sie erzwingen, nein, die Egoisten, Uninteressierten selbst erzwingen ihn unbewußt - siehe die Zunahme Bushs Popularität, seit er Krieg macht. Siehe auch meine Argumentation in "Dienstleistungen".)

F: Könnte man die "People" nicht einfach in Ruhe lassen?
H: Nein, sie würden dem nächstbesten Demagogen hinterherlaufen, und der würde aufgrund seiner kaputten Seele nichts anderes KÖNNEN, als sie - und alle anderen Menschen mit - in den Untergang zu führen. Das ist ja das Fatale: Die Herde folgt immer denen, die sie in den Krieg führen. Warum wohl lügen die Politiker in ihren Büttenreden das Blaue vom Himmel herunter? Ich will es dir sagen: Weil sie Erfolg damit haben!!! Präsident Bush wurde erst beliebt beim Volk, nachdem er Krieg machte. Scharping rettete sich durch Krieg, als er wegen seiner Liebe beinahe sein Amt verloren hatte. Mich werden diese Leute hassen, weil ich diese Wahrheit hier schreibe.
Ich persönlich urteile anders: Ich sah, daß Scharping lieben konnte, also achtete ich ihn. Alle BILD-Leser aber dachten mit BILD: "Während deutsche Soldaten ihren Kopf im Kosovo hinhalten, hat Scharping Liebe im Kopf und läßt es sich gut gehen. Er vernachlässigt also sein Amt als Kriegsminister." Ich sage: "Klar tut er das. Gut fürs Volk! Aber wie gesagt: Das Volk sucht sich die Kriegstreiber, zB diesen Rumsfeld, der Scharping auslachte und starke, sprich: populäre (!) Worte machte.
Chomsky schreibt, die US-Regierung betreibe einen permanenten Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Stimmt! Denn die Bevölkerung will Krieg auf niedrigstem Niveau. Dem muß Einhalt geboten werden durch eine noch stärkere Regierung, die das Raubtier zähmt. Der Pöbel wird eher einem Rumsfeld glauben, als mir. Warum? Nicht weil er mehr Recht hat als ich, nein! Weil er sagt, was das Volk hören will: dumme und daher leicht verständliche Parolen von Halbstarken. Gegen den Volkswillen und gegen die Demagogen muß eine Kraft etabliert werden, die diese Torheit im Zaume hält.

F: (18.2.2002): Du schriebst oben etwas über einen "magischen Bann". Was genau meinst du damit?
H: Nun, ich betrachte den Glauben an die Naturwissenschaften als eine Bannung des menschlichen Geistes - als eine Besessenheit! Ein paar Dutzend Erlebnisse mit Wissenschaftlern (Physikern, Biologen, einem Genetiker, aber auch wissenschaftlich arbeitenden "Philosophen") zeigten mir, daß es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. In privaten Gesprächen versicherten sie mir - nachdem ich ihnen meine naturwissenschaftlichen Ideen (siehe zB die 2. Hälfte von "Gehirn" Kapitel "Wissenschaftsmythos" oder "Goethe" Kapitel "Kritik" oder "Evolution" Kapitel: "Kritik") ausgebreitet hatte, daß ich mit höchster Wahrscheinlichkeit recht habe, aber sie sähen keine Möglichkeit, dieses Wissen in ihr Fachgebiet einzubringen: "Ich mache mich bei meinen Kollegen unmöglich, wenn ich mit diesen Dingen komme!" jammerten sie. Obwohl sie mir zustimmten, hatten sie am nächsten Tag alles, was wir besprochen hatten, vergessen. Sie konnten das neue Wissen nicht einmal in ihr eigenes Gehirn einbringen! Sie redeten denselben Mist, den sie zuvor schon geredet hatten.
Zuerst dachte ich, diese partiellen Blindheiten seien magische Tabus, die die Großvorbilder (Geldgeber) in ihre Hirne gepflanzt haben mußten. Dann fiel mir ein, daß es umgekehrt sein müsse: Das, was sie wußten, war der Bann, nicht das, was sie nicht wußten. So nämlich funktioniert die Magie! Die Leute haben ein unglaublich scharfes Gespür dafür, was ihre Financiers wünschen und sie passen sich exakt diesen Wünschen an. Solche Leute nenne ich Zombies!

** Ersetzung des Wortes "Tyrann" durch "Despot", da Tyrannen nach Def. der alten Griechen auch die "guten souveränen Alleinherrscher" waren; "Despoten" nannten sie zur Herrschaft Gekommene aus dem Pöbel. (So in Etwa verstand ich Hern Dr. W. Patt in einer seiner Vorlesungen)

(v1: 17.2.2002, v4: 18.6.)
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