Hans-Joachim Heyer

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30.11.05: wichtiger Artikel zum Thema "Grundeinkommen": http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,386396,00.html

12.12.05: Über BILD: http://www.taz.de/pt/2005/12/10/a0268.nf/text.ges,1

Dass zwölf Millionen Schwachköpfe wissen möchten, wer nun wem "am drallen Allerwertesten" gefummelt habe, und dass es ein ehrloses Klatschblatt gibt, das solchen Wissensdurst stillt und die Ehekräche primitiver Schlagerfuzzis bekochlöffelt - damit könnte man leben. Aber dass eine Kulturnation bis hinauf in die höchsten Spitzen der Regierung, der Wirtschaft und der Erbverwalter Goethes mit diesem Zentralorgan der Unterhosenspionage paktiert, ist ein Skandal. In Bild gurgelt der Gully obszön vor sich hin. Wer in dieses Abflussrohr hinabsteigt, der hat seinen Geist aufgegeben. Wer Bild als Kolumnist oder als Interviewpartner dient, der ist ethisch gerichtet und hat seinen intellektuellen und moralischen Bankrott erklärt. Und wer, wie Gerhard Schröder es getan hat, einen ausländischen Staatsgast zum gemeinsamen Bild-Interview willkommen heißt, der sollte sich die Frage vorlegen, ob es nicht anständiger gewesen wäre, den Gast in einem gut geführten Bordell zu begrüßen als in Kai Diekmanns dreckiger Sexualnachrichtenkaschemme.

Ich zitierte einen Teil dieser BILD-Kritik, weil ich an sie anknüpfen möchte. Ich möchte jenen Lesern, die glauben, es werde in jenem Artikel sicher maßlos übertrieben, wenn es dort heißt, man verliere als BILD-Leser oder -Schreiber seine Seele, das Gegenteil plausibel machen: Es ist so schlimm, wie es im zitierten Artikel Henschels geschrieben steht.

BILD injiziert jedem Beteiligten ihr tödliches Gift. Wer kann schon von sich behaupten, bewußte Kontrolle darüber zu haben, was vom Gelesenen oder Geschriebenen in der Erinnerung haften bleibt und in seinem Unterbewußtsein unkontrolliert sein zerstörerisches Werk tut? Wer außer mir hat eine derart konsistente Philosophie, die Philosophiefremdes restlos verdaut - die nichts Unverdaulichs zurückläßt? Ich kenne genug Leute, die (wie ich) überzeugt sind, BILD ohne Schaden an ihren Seelen zu nehmen, konsumieren zu können. Sie glauben, es reiche aus, die Machenschaften der BILD-Redakteure zu durchschauen und damit vor Desinformation gefeit zu sein. Ich aber erlebe, daß dem keineswegs so ist: Bei allem, was sie sagen, erkenne ich, daß sie Unverdautes in ihre Seelen eingebaut haben, gleichwie sich Blei bei schleichenden Vergiftungen in den Körperzellen anreichert, bis die Zellen ihre Funktionen einstellen.

Wie erlangte ich meine Fähigkeit, das Gift restlos zu verdauen, statt mich vergiften zu lassen? Ich erlangte sie, indem ich diese Welt als Unterwelt einer höheren Welt erkannte.

26.12.05: Leitartikel Wirtschaft
Die Bürokratie-Blockade
VON MATTHIAS MÜLLER

22. Dezember 2005 http://www.faz.net/s/Rub4D8A76D29ABA43699D9E59C0413A582C/Doc~E00A30A0B126048F9A3E81B74EB8E23D3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Der Weihnachtsmann staunte nicht schlecht, erhielte er den Wunschzettel der deutschen Unternehmer. Denn dringlicher noch als eine bessere Auftragslage wünschen diese sich die Rodung des Bürokratie-Dschungels, wie eine Umfrage der bayerischen Deregulierungskommission ergeben hat.

Die Unternehmer wünschen sich offenbar einen rechtsfreien Raum, in dem sie keine Probleme mehr haben mit der Abgrenzung zur organisierten Kriminalität.

25.1.2006- Spekulation über ein sechsdimensionales Universum:

Vorletzte Nacht hatte ich in einem Traum einen interessanten Gedanken, der mich zum Grübeln über ein neues Weltmodell brachte. Demnach besteht die Ganzheit aus einer sechsdimensionalen Seele, die drei dieser Dimensionen zur Erscheinung als materielle Welt benutzt. Die restlichen drei Dimensionen bleiben Geist. Sie werden von den Stringtheoretikern als "eingerollte Dimensionen" bezeichent, eben weil sie nicht in Erscheinung treten. Wer diese Polarität aufrecht erhält, bei dem interagieren toter Geist und tote Materie: Advaitaphilosophien und Naturwissenschaft. Nur wer die Materie als Geist, der nicht als Geist erscheint, erkennt, kann sämtliche sechs Dimensionen nutzen und hat einen freien Willen.

10.4.2006- Soros' Problem:

Soros' Problem ist, daß ihn seine moralischen Skrupel und die Amoralität der Wirtschaft zerreißen.

In http://www.artfond.de/soros.htm finden wir folgende Absätze:

Darüber hinaus war ich der Meinung, daß meine moralischen Skrupel unter den gegebenen Bedingungen auf den Finanzmärkten der realen Welt nicht zugute kommen würden: Verzichtete ich, nähme ein anderer meinen Platz ein. Wenn ich entschied, welche Aktien oder Devisen ich kaufen oder verkaufen sollte, leitete mich nur eine Überlegung: Ich wollte meinen Gewinn maximieren, indem ich die Risiken gegen das, was sie mir eintragen mochten, abwog. Und meine Entscheidungen hatten nicht selten soziale Konsequenzen." (S. 245)

Es ist interessant, von einem der großen Global Player auf so ehrliche Art zu erfahren, wie er im Zusammenhang mit seinen Spekulationen einerseits sein schlechtes Gewissen gespürt und andererseits versucht hat, es auf seine Weise zu beruhigen. Über seine Rolle beim Absturz des britischen Pfundes 1992 schreibt er:

"Als ich 1992 das Pfund leer kaufte, war die Bank von England mein Gegenspieler, und ich zog das Geld den britischen Steuerzahlern aus der Tasche. Eine Berücksichtigung dieser gesellschaftlichen Konsequenzen hätte meine Kalkulation von Risiko und Ertrag zweifellos verfälscht und meine Erfolgschancen verringert. Glücklicherweise brauchte ich mich um die Folgen nicht zu kümmern, denn sie wären auf jeden Fall eingetreten: Finanzmärkte haben eine ausreichend große Zahl von Teilnehmern, so daß kein einzelner das Ergebnis beeinflussen kann. Mein soziales Gewissen hätte keinen Einfluß auf den Entscheidungsprozeß gehabt. England hätte seine Währung trotzdem abgewertet. Wenn ich noch etwas anderes als meinen Profit im Blick gehabt hätte, wären allein meine Ergebnisse beeinflußt worden.

Mir wurde klar, daß dieses Argument nur für Finanzmärkte Gültigkeit hatte. Hätte ich es mit Menschen anstatt mit Märkten zu tun gehabt, wären moralische Entscheidungen unvermeidbar gewesen, und ich hätte nicht so erfolgreich Geld verdienen können. Ich danke meinem Schicksal, daß es mich zu den Finanzmärkten geführt und mir erlaubt hatte, ein reines Gewissen zu behalten. Anonyme Marktteilnehmer bleiben, wie gesagt, von moralischen Fragen weitgehend verschont, solange sie den Spielregeln folgen. Finanzmärkte sind also nicht unmoralisch, sondern amoralisch." (S. 246)

Und das Gewissen bewegt sich doch

Für viele seiner Berufskollegen ist diese Denkweise vermutlich eine Art Freibrief für die skrupellose Jagd nach maximaler Rendite. Das Geld hat ja mittlerweile einen derart hohen Grad an Abstraktheit erlangt, daß der konkrete Bezug zu den sozialen, emotionalen und ökologischen Konsequenzen seiner bloßen Vermehrung dem Blickfeld und dem Bewußtsein der meisten Menschen entrückt sind - und dadurch die Hemmschwellen der Geldvermehrung bezüglich der Zerstörung der inneren wie der äußeren Natur auf nahe Null gesunken sind. Für Soros allerdings bilden diese Konsequenzen offenbar einen Ansporn, über die Problematik der Spielregeln der internationalen Finanzmärkte nachzudenken und grundlegende Änderungen zu fordern, um die sozial schädlichen Auswirken der Finanztransaktionen - die mittlerweile verheerende Krisen hervor getrieben haben - zu mindern:

"Vor diesem Hintergrund wird es um so wichtiger, die Regeln, die die Märkte beherrschen, präzise festzulegen. Der anonyme Teilnehmer mag moralische, politische und soziale Erwägungen übergehen; betrachten wir die Finanzmärkte jedoch vom Standpunkt der Gesellschaft aus, können wir solche Überlegungen nicht beiseite lassen. Wie wir gesehen haben, übernehmen die Märkte mitunter die Rolle von Abrißbirnen und zertrümmern ganze Volkswirtschaften." (S. 246)

Im Unterschied zu vielen anderen der Global Player, denen es ausschließlich um die immer weitere Vermehrung ihres Vermögens bzw. der von ihnen verwalteten Vermögen geht, verwendet Soros erhebliche Teile seines Vermögens für die Förderung sozialer Projekte und für die Unterstützung von Aktivitäten im Sinne einer "offenen Gesellschaft". Es ist erstaunlich genug, daß ein Mensch, der jahrzehntelang nach eigenem Bekunden mit Skrupellosigkeit in führender Rolle an den Finanzmärkten mit gespielt und dabei Unsummen von Spekulationsgewinnen gemacht hat, sich andererseits sein soziales Gewissen bewahrt hat und entsprechend danach handelt. Bei der Lektüre des Buches von Soros spüre ich sein aufrichtiges Ringen, diese innere Spaltung zwischen Tauschwerten und menschlichen Werten zu überwinden und Regeln zu schaffen, die ein Wirtschaften im Einklang mit sozialen Werten ermöglichen. Und dennoch wird für mich auch erkennbar, wie sehr er dabei Gefangener seiner inneren Spaltung bleibt, die ja auch ein Ausdruck der inneren Spaltung des bisherigen Geldes ist.12 An seiner Person zeigt sich für mich exemplarisch, wie sehr die kapitalistische Tauschwertorientierung und der vom Zins ausgehende Wachstumsdruck nicht nur die Gesellschaft als Ganzes, sondern auch die einzelnen Menschen innerlich spaltet. Ein Wahnsinn!

Und ist es nicht auch Ausdruck einer gespaltenen Moral, auf der einen Seite der kapitalistischen Profitorientierung - wenn auch mit veränderten Spielregeln - das Wort zu reden und auf der anderen Seite mit den skrupellos erzielten Gewinnen großzügig soziale Projekte zu fördern? Wäre es nicht vielmehr an der Zeit, die bisherigen Maßstäbe "wirtschaftlicher Rationalität", die sich im Gewinn ausdrücken, selbst grundlegend in Frage zu stellen? Wäre es nicht dringend geboten, einzelwirtschaftliche Zielgrößen, gesamtwirtschaftliche Spielregeln und soziale Strukturen zu entwickeln und durchzusetzen, die das Wirtschaften gar nicht erst in Konflikt zu menschlichen Werten und zur Natur geraten lassen? Und die tieferen Ursachen zu benennen und zu überwinden, die dem gegenüber Mensch und Natur so rücksichtslosen Konkurrenzkampf und dem Wachstumszwang des Kapitalismus zugrunde liegen?

Mein Kommentar: Wie sieht meine Lösung dieses Problems, das auch ich hatte und für das ich bereits mehrere Lösungsversuche ausprobiert hatte (ich wollte meine Moral, die ich in meiner Philosophie versprachlichte, mit meinen ökonomischen Interesse, materiell/finanziell von meiner Philosophie zu leben, verbinden, indem ich großte Teile meiner HP vom Netz nahm, um sie als CD zu verkaufen. Mehr dazu später).

Die richtige Lösung fand ich erst, als mir klar wurde, daß jede Theorie, die die Erscheinungswelt betrifft, keine Alles-Theorie sein darf. Das heißt, auch die Ökonomie darf nicht allesbestimmend sein. Sie darf nicht jeden Bereich menschlichen Denkens und Handelns in Beschlag nehmen. Das ökonomische System braucht ein anderes System, das es kontrolliert. Nur dann darf die Ökonomie ihrerseits dieses System kontrollieren. Dieses andere System ist der Staat, bzw. die Politik.

Die Politik muß stark genug sein, der Ökonomie Regeln vorzugeben und deren Einhaltung zu kontrollieren und bei Verstößen Sanktionen durchzusetzen. Die Ökonomie kontrolliert die Politik insofern, daß sie der Politik anzeigen muß, daß diese oder jene Maßnahme der Politik zum Scheitern der Ökonomie führen könne und somit der Politik und dem Staat in den finanziellen Ruin treiben würde.

Warum stelle ich der Ökonomie die Politik gegenüber? - Nun, die Ökonomie ist ein System des kausalen Handelns und die Politik eines des freien Willens, der Steuerung. Willenssysteme sind immer moralische. Beide Systeme widersprechen einander und brauchen einander. Sie müssen in ein intelligentes Verhältnis gesetzt werden.

Das ökonomische System darf nicht maßlos sein. Die ökonomischen Spielregeln dürfen nicht ins Unendliche extrapoliert werden, sondern müssen stets eine Obergrenze (Rahmenbedingungen) haben. Die Politik muß diese Grenze bestimmen. Aus diesem Grund schrieb ich in meinem Blog http://die-zeit.blog.de, daß Konzerne, die eine Monopolstellung erreichen, sich selbst aus dem ökonomischen System, das ja auf Konkurrenz angelegt ist, hinauskatapultieren und demzufolge verstaatlicht werden müssen. Der Staat kann dann ja Teile des Unternehmens abspalten und verkaufen und so wieder so in das ökonomische Wettbewerbssystem eingliedern, wo sie wieder echter Konkurrenz ausgesetzt sind.

Die Vermögenssteuer muß so angesetzt werden, daß der Erfolg allzu erfolgreicher Unternehmen durch entsprechende Steuern gemindert wird. Die Politik muß die Oberhand behalten. Trotz der Kontrollfunktion ist die Politik kein Feind der Ökonomie. Ökonomisch Unsinniges darf sie nicht der Ökonomie überlassen. Als ökonomisch unsinnig bezeichne ich Institutionen, die für ihre Überflüssigmachung arbeiten sollen. Krankenhäuser, Gefängnisse, Schulen, Universitäten, Versicherungen u.v.a.m. dürfen nicht in privater Hand liegen und dürfen keine ökonomischen Interessen (Profitmaximierung) verfolgen. Jegliche Inrastruktur muß staatlich bleiben, als da wären: Energienetze, Wasserversorgung, Verkehrswege.

13.4.: Staatliche Krankenhäuser sollen die Kranken gesund machen und nach Hause schicken; ökonomisch orientierte Krankenhäuser sind an möglichst vielen Kranken interessiert. Der Staat ist an möglichst wenigen Gefangenen interessiert; ein privates Gefängnis an möglichst vielen. Eine staatliche Versicherung will, daß der Schadensfall selten eintritt und der Versicherte nach Eintritt eines Schadens eine hohe Entschädigung erhält; eine private Versicherung ist an einer Erhöhung der zu versichernden Gefahr und an geringen Entschädigungen interessiert. Eine staatliche Schule ist an mündigen Bürgern interessiert; eine private Schule ausschließlich an politisch unmündigen Fachidioten, die aufgrund einseitiger Ausbildung gut erpreßbar sind und in ihrem Fachbereich große Profite erwirtschaften. Die Infrastruktur und das Militär liegen im nationalen Interesse eines Landes, um die Demokratie zu sichern; läge sie in privater Hand, geriete die Demokratie in Gefahr, von den Konzernen erpreßt und ausgehebelt zu werden. Da das antidemokratische Verhalten unkontrollierter Konzerne gegen das Grundgesetz verstößt, ist es eigentlich verboten. Die Konzerne dürfen gar nicht die Möglichkeit erhalten, aus dem Staat auszubrechen.

10.4.06- Unbürokratische Hilfe:

Unbürokratische Hilfe wird von Politikern stets versprochern, wenn es um irgendeine Katastrophenbewältigung seitens des Staates geht.

Warum unbürokratisch? Katastrophenpläne müssen so aufgestellt werden, daß bürokratische Hilfe am effektivsten funktioniert. Wenn Politiker unbürokratische Hilfe versprechen, betreiben sie ihre eigene Demontage, und das kann nicht gut sein, denn wir brauchen einen starken Staat, der die Wirtschaftsmacht kontrollieren kann. Ich ahne, warum von diesem Unwort immer wieder die Rede ist: Es sind m.E. die Wirtschaftslobbyisten, von denen ja viele auch Politiker sind und den Staat von innen her aushöhlen, die den Staat (mit seinen Beamten) mit solchen Begriffen schlechtmachen wollen, um ihren unbürokratischen (unreglementierten, unkontrollierten)Raubtierkapitalismus durchzusetzen.

Ich machte eine ähnliche Beobachtung schon einmal, nämlich als in den TV-Nachrichten immer wieder gebetsmühlenartig vom Makel der Arbeitslosigkeit die Rede war ("Arbeitsplätze schaffen!" statt "Löhne schaffen!"). Den Arbeitern wurde ein schlechtes Gewissen eingeredet, eine Minderwertigkeitsgefühl. Warum? Damit Schwindler wie dieser Michael Hüther (s. http://die-zeit.blog.de/2006/03/21/mindestlohn_in_deutschland~664363 )später ungeschoren davonkommt mit Phrasen wie "Besser working poor als nur poor!"

12.4.06- Was kommt jetzt?

Meine großen Themen der letzten 20 Jahre waren Erkenntnistheorie, Relativitäts- und Quantentheorie, Urknalltheorie und Schwarze Löcher, Evolutionstheorie, Bewußtseinstheorie und Wirtschaftstheorie. Mit jedem dieser Themen beschäftigte ich mich mindestens ein Jahr lang. Ich erinnere mich noch, wie ich allein drei Jahre über die Frage nachdachte, wie die rote Plastiktasse vor mir auf dem Schreibtisch in die Sehrinde meines Gehirnes hineinkommt und dort ein Abbild dieser Tasse verursacht. Ich sehe die Tasse in der Sehrinde, aber ich sehe auch, daß sie nicht (nur?) in der Sehrinde, sondern auch "da draußen" ist. Als ich die Antwort gefunden hatte, war für mich die Welt eine andere. Und ich selbst war für mich ein anderer. Ich war nicht mehr (sterblicher, materieller) Leib, sondern (unsterbliche, geistige) Seele.

Durch diese Erkenntnis sah ich mich "genötigt", Physik und Astronomie neu zu interpretieren, denn es war mir nun klar, daß zB das Licht nicht "da draußen" im All herumfliegt, sondern daß es erst durch den Datenverarbeitungsprozeß meiner Sehrinde in meinem virtuellen Raum-Zeit-System entsteht, zusammen mit der Materie, also auch meinem Leib samt Sehrinde. Jeder Mensch sieht sein eigenes Licht. Ich erkannte, daß die Singularität, von der Physiker und Astronomen im Zusammenhang mit Schwarzen Löchern reden, etwas mit meiner Seele zu tun hatte, denn auch diese ist eine Singularität.

Ich bemerkte, daß sich ein Problem wiederholte: Hatte ich Jahre zuvor das Problem, die Identität der roten Tasse vor mir auf dem Schreibtisch und zugleich in meiner Sehrinde zu verstehen, hatte ich nun das Problem, eine Singularität vor mir im Universum und zugleich "in mir" zu verstehen. In beiden fällen lautete die Antwort gleich: Die Dinge draußen sind drinnen. Die Naturgesetze sind die "Gesetze", nach denen mein Geist funktioniert.

Dann ergab sich die Frage, ob ich die "Gesetze" meines Geistes - und damit die der Natur da draußen - ändern kann, und ich fand die Antwort "ja!", wenn ich einen freien Willen habe. Jahrelang beschäftigte ich mich mit der Frage nach der Existenz der Willensfreiheit. Ich hatte die Magie entdeckt. Allerdings fand ich mich mit meiner Freiheit fast allein auf dieser Welt; die meisten anderen Menschen waren ohne Willensfreiheit, selbst wenn sie vom Gegenteil überzeugt waren. Man kann über Freiheit auch dann denken, wenn man nicht frei ist, aber es ist dann stets ein unfreies Nachdenken.

Selbstverständlich fragte ich mich dann, wieso meine Erkenntnis unter der Bevölkerung, auch und besonders der Intellektuellen, derart selten ist. Ich kam einer Weltverschwörung auf die Spur. Die Naturwissenschaft ist eine Verschwörung zwecks Tilgung der Willensfreiheit. Ist der Mensch erst einmal ohne feien Willen - und er ist es, wenn er glaubt, was er sieht - "erkennt" er seine inneren "Gesetze" nur noch als externe unumstößliche physikalische Naturgesetze. Materialisten sind grundsätzlich ohne Willensfreiheit.

Diese Erkenntnis war ein Schock. Im Zuge der Entdeckung der Weltverschwörung erforschte ich die Wirtschaftstheorien, denn mit Hilfe dieser Theorien werden die Energien der Welt gelenkt. Einige Regionen (und Menschen) schwelgen im Reichtum, andere sind bettelarm. Die Wirtschaft ist der praktische Arm der Naturwissenschaft. Beide Theorien sind materialistisch. Die Wissenschaft ist die Dienerin der Wirtschaft (obwohl es umgekehrt sein sollte). Die Superreichen sind die "Herren der Welt", und um sie zu finden und ihr Tun zu verstehen, mußte ich die Wirtschaftstheorien verstehen. Ich erkannte, daß es den Bonzen gar nicht um eine funktionierende, stabile, stimmige, Wirtschaft geht, sondern um ein System, das ihnen erlaubt, die Macht zu behalten und zu erweitern. Der ZINS, der jedes Wirtschaftssystem in etwa 60jährigen Zyklen mit verheerenden Folgen (Staatsbankrott, Krieg) zerstört, hat jedoch den "Vorteil", die Macht der Herrschenden zu kumulieren. Nach jedem Zusammenbruch haben die Bonzen einen riesigen Vorteil beim Neustart des Systems, sodaß sie ungestraft weitermachen können wie gehabt.

Diese Themen sind nun für mich im Großen Ganzen abgeschlossen. Doch mein Weg zur Wahrheit geht weiter. Ich stehe irgendwo zwischen dem einen Extrem, in vollständigem Irrtum, in völliger Dunkelheit als seelenloser Materialist und als reine Wahrheit, als Gott, zu leben. Meine wichtigste Erkenntnis in diesem Zusammenhang war, daß mich das schrittweise Durchschauen meiner Illusionen (meines Materialismusses) allmählich zur Wahrheit brachte, und daß ich die volle Wahrheit erst dann erkennen kann, wenn ich Gott bin. Gott kennt die ganze Wahrheit, aber längst nicht alle Lügen. Der Wille, Gott zu werden, ist für jene, die sich in der Lüge wohler zu fühlen vorgeben, - die also dem Herdentrieb folgen - eine Blasphemie. Aber es ist die Wahrheit: Wahrheitsucher sind Gottsucher, und Gott kann man nicht finden wie einen verlorengegangenen Schlüssel, sondern man kann ihn nur finden, indem man Gott wird. Der Irrtum der Wissenschaftler ist der, daß sie vorgeben, Wahrheiten finden zu können, ohne sich selbst dabei zu verändern. Wahrheit ist jedoch keine Ware, die man sich aneignen kann; Wahrheit findet man nur, indem man wahrhaftig wird - indem man sich ändert. Man findet sie nur in sich selbst.

Nachdem ich herausgefunden hatte, daß ich bei meiner Wahrheitsuche mit realen Willensakten die Welt verändern könnte, - daß ich Magier war, wurde mir allmählich klar, daß ein Magier ein Mensch ist, der als Zauberer in entzauberter Welt lebt. Ergo mußte ich Interesse an der entzauberten Welt des Materialismus haben. Ein Zauberer in zauberhafter Welt ist nichts. Ein Nichtzauberer in entzauberter Welt ist ebenso nichts. Aber ein Zauberer in entzauberter Welt - das ist groß! Ich war mit der Welt versöhnt.

Ich bin Zauberer, aber längst nicht jeder Zauber funktioniert. Warum nicht? Ich fand, daß meine Magie von anderen Magiern blockiert werden kann. Je näher sich ein Mensch der göttlichen Wahrheit angenähert hat, desto bewußter und ein desto mächtiger Zauberer ist er. Meine Umwelt ändert sich: War vorher die materielle Welt ein Widerstand, so war es nun der Wille anderer Zauberer, er mir widerstand. Wille prallt nicht gegen Materie, sondern ausschließlich gegen anderen Willen.

Welcher Widerwille hindert mich am meisten? Der Wille derer, die die Magie exklusiv für sich beanspruchen und alle anderen Menschen von ihr ausschließen wollen, indem sie sie zum Materialismus überreden. Diese Mächtigen haben fast sämtliche Massenmedien auf ihrer Seite; sie sind deren Eigentümer. Die Eigentümer der einflußreichen Massenmedien, seien es Zeitungen, Buchverlage, Fernsehanstalten oder Schulen und Universitäten - sie sind die großen Magier, die nicht müde werden, der Welt zu erklären, daß es Magie nicht gebe, - daß der Mensch das Produkt einer blinden, ungesteuerten Evolution eines in einem Urknall entstandenen Universums sei.

Ich machte ein Experiment. Ich wollte wissen, ob die Entzauberten, die Sklaven der Medienmogule, frei sein wollten und bot ihnen an, sie zu Magiern zu machen gegen Opferung eines Teils ihres Gottes, etwas Geld. Mir war bewußt, daß ich sie nur dann zu dem von mir erkannten Gott führen konnte, wenn sie bereit waren, mir von ihrem Gott etwas abzutreten - und schrieb auf jede meiner Seiten

Lieber Leser: Was war dir die Lektüre dieser Seite wert? Bitte hier klicken --> (X),

wobei ich erklärte, daß ich ihnen von meinem Geist nur dann Wahrheit geben könne, wenn sie mir von ihrem etwas abgäben, - wenn sie mich bezahlen und damit mein materielles Leben finanzieren. Ich machte ihnen klar, daß sie von meiner HP keine Information wirksam abziehen können, wenn sie nicht mich persönlich mit Geld oder Taten unterstützten, denn es zählen keine Worte, sondern Taten. Ein Spiritueller Meister lehrt nicht durch das, was er schreibt, sondern durch das, was er ist. Stehlen kann man in der materiellen Welt, aber nicht in der Geisteswelt. Begreifen, Bewußtwerden kann man nicht stehlen. Man muß eine reale Verbindung zu einer Seele haben, die bereits begriffen hat, - die bereits bewußt ist. So ziemlich jeder meiner Leser hat gemeint, das sei nur eine Finte, um ihm das Geld aus der Tasche zu locken.

Dabei sollte klar sein, daß man Energie nur dort abzapfen kann, womit man sich real verbindet. Wer zB BILD liest und bezahlt, koppelt sich an das Energiesystem, das BILD erzeugt, und hat die Konsequenz - völlige Verblödung - zu tragen. Es war mein Plan, Geist und Materie zu versöhnen. Ein Wahrheitsucher sollte nicht länger in materieller Armut leben. Ergo mußte ich als Spiritueller Meister in materiellem Wohlstand - finanziert durch meine Schüler - sein, um meine Schüler zu gleichem geistigen und materiellen Wohlstand führen zu können. Dieser Plan ist gescheitert.

Aus diesem Grund beende ich mein Experiment. Da die materielle Welt, wie ich sie erlebe, ein Spiegel meiner Seele ist, schenke ich wieder alles her, was ich habe, um wenigstens meine Welt im Gleichgewicht zu halten. Offensichtlich ist mit Wahrheit kein Geschäft zu machen; dazu taugt wohl nur die Lüge. Gestern lud ich die bisher aus dem Internetz gelöschten und gekürzten Seiten wieder hoch. Fortan beschäftige ich mich nur noch mit jenen, die bereits über Willensfreiheit verfügen, denn jenen, die keine Willensfreiheit haben, kann ich keine vermitteln. Ich vermochte es nicht, sie zu überzeugen, Energie in etwas zu investieren, das in ihrer Welt nicht existiert.

Nachdem ich dies geschrieben habe, lese ich in der neuen ZEIT im Aufmacher "Komplize Berlusconi":

Der Witz stammt noch aus der Zeit des Faschismus, aber die Italiener haben ihn im Laufe der Jahrzehnte den veränderten Verhältnissen immer wieder angepaßt. Die neueste Fassung geht so. Unterhalten sich zwei Italiener. Sagt der eine: "Wir sind schon ein großartiges Volk, ehrlich, intelligent und Berlusconi treu ergeben!" Sagt der andere: "Schade nur, daß diese Eigenschaften nie zusammenpassen wollen. Wenn ein Italiener intelligent und für Berlusconi ist, ist er nicht ehrlich. Wenn er ehrlich und für Berlusconi ist, ist er nicht intelligent. Und wenn er ehrlich und intelligent ist, stimmt er nicht für Berlusconi."

Diesen Witz passe nun ich meinen Verhältnissen an. Von folgenden drei Eigenschaften kann ein Mensch immer nur zwei realisieren; die dritte wird von den beiden realisierten ausgeschlossen. Er geht um die Eigenschaften Ehrlichkeit, Intelligrenz und materiellen Reichtum.

Wer reich und ehrlich ist, ist nicht intelligent; wer reich und intelligent ist, ist nicht ehrlich, und wer ehrlich und intelligent ist, ist nicht reich.

Die Themen Grundgehalt, BILD, eingerollte Dimensionen, Soros Problem sind in "Was kommt jetzt" unbürokratisch vereinigt. Das o.g. Trilemma der Italiener war die Lösung.

13.4.06- Norbert Blüm bei Beckmann

http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=1595

Blüm sagte sinngemäß, BILD sei nicht das Blatt des Kleines Mannes, sondern das Organ des großen Geldes. Die Kampagne von BILD (und Beckmann) gegen die staatliche Rentenversicherung geschehe deshalb, weil BILD mit der Allianz verbandelt sei und dieser Versicherung den Weg zum großen Geld ebnen wolle. Blüms legendärer Satz "Die Renten sind sicher!" würde auch heute gelten, wenn man nicht eine Obergrenze von 20 % des Bruttolohns für die Lohnnebenkosten eingeführt hätte. Erst dadurch werden die Rentenkassen aufgrund Massenarbeitslosigkeit und Überalterung des Volkes ausgehungert. Nun zu fordern, die Leute sollen sich privat versichern, - was ja auch Geld koste - sei Unsinn. Man könne ja dieses zusätzliche Geld nutzen, um diese 20 % wieder abzuschaffen und wieder mehr als diese zuzulassen. Eine private Zusatzversicherung zuzüglich einer auf 20 % beschränken staatlichen Versicherung sei teurer, als eine alleinige staatliche Versicherung ohne die 20 % - Beschränkung, denn die Privatversicherung habe höhere Verwaltungskosten (15 - 25 %) als die staatliche (1,5 % (?)), müsse die Gier der Aktionäre befriedigen, ignoriere die Arbeitslosen und sei zudem unsicherer wie die vielen pleitegegangenen privaten Versicherungen in den USA zeigen.

Die Bundeszuschüsse, die an die staatliche Rentenversicherung gezahlt wird (aus Ausgleich für versicherungsfremde Leistungen) werden sicherlich nicht an private Versicherungen gezahlt.

(Leider konnte ich mir nur die erste Hälfte des Interviews anhören, da mein PC abstürzte)

Bei http://www.daserste.de/beckmann/sendung_dyn~uid,vdk821y3n12tr4mwgno4w6k9~cm.asp heißt es:

Sendung vom Montag, 20.03.2006

Norbert Blüm

Deutschland steckt in der Rentenkrise. Tag für Tag verunsichern neue Schlagzeilen die Nation. Eine Reformidee jagt die nächste, keiner blickt durch. Steht die deutsche Altersversorgung vor dem Bankrott? Dabei hatte doch Norbert Blüm 1986 garantiert: "Die Renten sind sicher!" Selten hat ein politischer Satz so an Glaubwürdigkeit verloren wie diese Äußerung des damaligen Arbeits- und Sozialministers. Die künftigen Rentner sind alarmiert, die heutigen Rentner enttäuscht und wütend. Bei "Beckmann" nimmt Norbert Blüm Stellung zur aktuellen Misere und sagt, warum er heute immer noch an seinen legendären Satz glaubt.

Der Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm vertritt die Ansicht, dass die gesetzliche Rentenversicherung immer noch die beste Altersversorgung darstellt und gegenüber der privaten zu bevorzugen sei. "Es gibt nichts Sichereres als unser Rentensystem. Die Rente ist bei Währungsreformen, im Krieg und bei Inflation gezahlt worden", sagt der 70-Jährige bei "Beckmann". Hingegen sei die private Versicherung "teurer und unsicherer".

Was Blüm ärgert: Viele preisen die private Altersversorgung als Allheilmittel gegen die Probleme unseres Sozialsystems. "Die private Vorsorge wird ja nicht vom lieben Gott bezahlt – das kostet ja beides Geld. Vor ein paar Jahren waren zehn Lebensversicherungen in Gefahr, zahlungsunfähig zu werden. Da ist der Bund mit Steuergeldern eingesprungen. Da redet kein Mensch drüber."

Die aktuelle Rentendiskussion bezeichnet Blüm mehrfach als "Kampagne, um den Versicherungsunternehmen Kunden zuzuführen". Aus diesem Grund mache es ihn "wütend, wenn der Sozialstaat in Grund und Boden geredet" werde. Insbesondere ging er mit den Medien hart ins Gericht: "Die Allianz ist der Gewinner der Kampagne", meint Blüm sichtlich aufgebracht.

Der Ex-Arbeitsminister zeigt sich nach wie vor überzeugt, dass die gesetzliche Rente in voller Höhe gesichert werden könne. Bei "Beckmann" sprach er sich für Lohnsteigerungen und Beitragserhöhungen aus: "Wenn die Löhne nicht steigen, kann auch die Rente nicht steigen." Und "natürlich" müssten, so Blüm weiter, die Rentenbeiträge mehr als die heutigen 20 Prozent betragen. "Man fährt das System vor die Wand, wenn man Höchstgrenzen setzt." Auf Reinhold Beckmanns Einwurf, Blüm vertrete damit dieselben Positionen wie Oskar Lafontaine, erwiderte der CDU-Politiker: "Wo Lafontaine Recht hat, hat er Recht!"

Blüm wehrt sich gegen Politiker, die die Privatvorsorge "zum Lebensretter der Altersicherung" machen wollen." Das ist sie nicht für Geringverdiener, nicht für Arbeitslose, nicht für Kranke, nicht für Erwerbsunfähige! Und für die brauchen wir die gute alte Rentenversicherung. Ohne Solidarität gibt es keine Gesellschaft!"

Sehr aufschlußreich: http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=1590 Beckmann und Ruge als Lobbyisten der Versicherungsindustrie.

http://www.wwk.de/Inhalte/Ueber_uns/Pressezentrum/Pressemitteilungen/Archiv_2006/01.03.2006.jsp

"...Wenngleich die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge mittlerweile im Bewusstsein der Deutschen verankert ist, so setzt sich der Großteil der Bevölkerung dennoch nicht gerne freiwillig mit Finanzprodukten auseinander, sondern verlässt sich auf die kompetente Beratung durch einen vertrauenswürdigen Vermittler. ..."

... und der ist Beckmann, - von wegen ein neutraler Beobachter!

Die einzige ehrliche Zusatzversicherung außer der staatlichen ist m.E. das ganz normale Sparen. Warum nicht in jungen Jahren sparen, um im Alter etwas mehr ausgeben zu können? Nein, so "dumm" ist kein BILD-Leser! Seine von BILD & Helfershelfern angestachelte Gier suggeriert ihm, er könne bei einer privaten Rentenversicherung mehr herausbekommen, als er hineinsteckt. Er will auf Kosten der Allgemeinheit besser leben, als er es verdient hat. Und für genau diese Gier wird er bestraft werden, wenn er den Privaten auf den Leim geht.

20.4.06- Wo ist der Himmel?

In meinem Blog schrieb ich über das Versagen der Kirche, welches Kirchenaustritte und Kirchenschließungen zur Folge hat. Als Ursache des Versagens diagnostizierte ich (oder die zitierten Autoren der ZEIT) die Verweltlichung der Priester. In ihren Predigten kommt Geist nur noch als diesseitige Erscheinungsform vor. Statt Spiritualität oder Seligkeit - Verbindungsaufnahme des Menschen zum Geist - zu lehren, wird Gutmenschentum, also soziales Engagement, gepredigt.

Nichts gegen soziales Engagement, nichts gegen Kindergärten, Altenheime und Armenspeisung. Aber das hat nichts mit Spiritualität zu tun. Auch ein eiskalter Raubtierkapitalist kann das Rote Kreuz oder ein Altenheim managen. Guten Taten ergeben sich aus der Seligkeit, aber gute Taten allein machen nicht selig. Selig ist der Mensch, dessen Seele wächst und dessen materielles Leben die Wachstumsbedingungen der Seele erfüllt. Es kommt auf das moralische Motiv an, nicht auf die Tat selbst.

Eine spirituelle Predigt, wie sie ein Priester halten und damit die Kirche aus der Krise retten könnte, wäre eine wie diese:

Wo ist der Himmel? Jesus sagte im Thomasevangelium, Vers 3:

"Wenn die euch verführen, sagen: Seht, das Reich ist oben im Himmel! Und sie hätten recht, dann kämen euch die Vögel am Himmel zuvor. Und wenn sie sagen: Seht, das Reich ist unten im Meer! Und sie hätten recht, dann kämen euch die Fische im Meer zuvor. Denn das Reich ist in eurem Innern, und es ist auch außerhalb von euch. Indem ihr euch erkennt, werdet ihr erkannt, und ihr erkennt, dass ihr die Kinder eines lebendigen Vaters seid. Aber erkennt ihr euch nicht, dann bleibt ihr in eurem Elend und seid das Elend selbst."

Was bedeutet die Aussage, der Himmel, bzw. das Reich (Gottes) zugleich in unserm Innern und zugleich außen? Es bedeutet, der Himmel ist ohne Ort - überall und nirgendwo. Er ist ein Bewußtseinszustand, welcher einerseits unser subjektives Inneres ausdrückt und sich zugleich als Außenwelt manifestiert. Das Reich ist nicht außen; er erschafft sich ein Außen, gleichwie die Seele, die selbst ohne Raum und Zeit ist, (sie ist ewig) sich als zeitlich vergänglicher Leib im Raum manifestiert.

An der Tatsache, daß jeder Mensch individuelle Träume hat, und daß viele Menschen sich eine gemeinsame Welt teilen, erkennt man, daß die gemeinsame Welt eine gemeinschaftliche Schöpfung aller lebendigen Seelen, bestehend aus den Seelen von Pflanze, Tier, Mensch und Gott, ist. Gott als höchste Bewußtheit ist dabei jedoch federführend. Er erschafft die Wahrheit des Ganzen; die Menschen schaffen sich in dieser Wahrheit eine gemeinsame Insel, die ihren Bewußtseinsgrad gemäß ist. Da heißt: In unserer Welt sind auch unsere Irrtümer, unsere Sünden enthalten. Als Materialisten können die Menschen sich sogar eine Welt der Illusion schaffen, in der Gott überhaupt nicht mehr vorkommt, denn Gott kennt alle Wahrheit, aber nicht alle Irrtümer und Illusionen.

Der Lügner lebt in mindestens zwei Welten. Da er die Wahrheit kennt, lebt er in der Wahrheit, aber da er lügt, ist er im Begriff, sich eine Illusion zu erzeugen, denn es bleibt nicht aus, daß er irgendwann seine eigenen Lügen glaubt, wodurch die Lüge sich zur Illusion wandelt und seine "objektive Realität" wird.

Der Mensch ist frei, das zu tun, aber als Materialist hat er sämtliche Wachstumsbedingungen der Seele zerstört. Ein spiritueller Priester könnte das alles beliebig genau erklären. Er könnte jede Behauptung so genau begründen, wie es seine Zuhörer wünschen bzw. verstehen können.

Das Bewußtsein eines jeden Menschen zieht ihn an den ihm gemäßen Ort, wo er ihm gemäße Erlebnisse hat. Den Schachspieler zieht es in den Schachverein, den politisch Denkenden in die Politik, Verbrecher zieht es an Orte es Verbrechens; bewußte Menschen finden andere bewußte Menschen, mit denen sie kommunizieren können. Der Böse macht sich auf die Suche nach Teufel und Hölle (vollständig mechanische Welt, also die Welt der Physik) und der Wahrheitsucher wird Gott finden. Jeder lebt in seinem selbstbestätigenden System; jeder findet Beweise für die objektive Realität seiner Welt. Das statistische Mittel dieser vielen subjektiven Welten wäre nur dann objektiv, wenn es eine Seele gäbe, die so strukturiert ist, daß diese sogenannte objektive Welt ihre subjektive Manifestation wäre. Ich glaube nicht, daß es eine solche Seele/Welt gibt. Es ist eine Welt der Statistiker, aber kein Statistiker lebt wirklich in seiner statistischen Welt, gleichwie kein Physiker in einer Welt lebt, in der es keine Farben, sondern elektromagnetische Wellenlängen gibt. Trotzdem: Statistiker und Physiker leben noch in zwei Welten, aber sie entwickeln sich zunehmend in eine ihrer Kreationen hinein. Noch sagt ihre Bewußtseinsstruktur nur, daß es keine individuellen Welten oder keine Farben gebe, aber sie erleben immer noch beides. Aber wenn ihre abstrakten Modelle ihr Denken und Handeln zunehmend bestimmen, nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, daß sie "eines Tages" ganz in ihre Modelle reinkarnieren, seelenlos, da diese Modelle die Existenz der Seele nicht vorsehen.

An den Taten eines Menschen kann man nicht immer dessen Motive erkennen. Ob zB Dietrich Bonnhöfer beim Verhör durch die Gestapo bloß ein Starrkopf war oder ob er seine Seele rettete, als er sich weigerte, mit den NAZIS zu kollaborieren, können wir nicht wirklich wissen. Das weiß nur Bonnhöfer. Wir können es nur anhand seiner Aufzeichnungen vermuten.

Warum beharrt der Papst so starrköpfig auf den Kirchendogmen? Warum wettert er so häufig gegen den Relativismus unserer "modernen" Zeit? Warum bleibt er beim Zöibat, bei seiner Ablehnung von Frauenpriesterschaft, Homoehe, Geburtenkontrolle usw.? Warum kämpft er kompromißlos für die starren Kirchenregeln, aber nicht gegen alternative Systeme wie Judentum und Islam? Antwort: Weil Wahrheit keine Verhandlungssache ist. Wahrheit ist wie Bewußtsein außerhalb von Raum und Zeit.

Fragt sich jetzt nur, ob alle katholischen Dogmen wahr sind.

Die materielle Welt ist Symbol der Geisteswelt. Aus diesem Grund muß alles Weltliche rückübersetzt werden ins Geistige, um etwas vom Geist zu verstehen. Jesus redete IMMER in Gleichnissen; er redete Weltliches und meinte immer Geistliches. Als er von der Jungfrauengeburt sprach, meinte er nicht den biologischen Zeugungsakt. Hier wird er nicht der Tatsache widersprochen haben, daß jeder Leib eine Mutter UND einen Vater hat. Aber was Jesus MEINTE, war, daß jede Seele von EINER geistig fruchtbaren anderen Seele erzeugt wird. Unsere Seelen sind von Gott geschaffen; sie gehen nicht aus Mann und Frau hervor. Gott bleibt beim Zeugungsakt unbefleckt von Materie.

Warum keine Frauenpriesterschaft? Ich weiß es nicht, aber es gibt mir zu denken, daß es so gut wie keine Metaphysikerinnen gibt. Frauen mögen die besseren Christen sein, aber sie sind wohl nicht die besseren Prediger des Geistes. Erst seit der eklatanten Verweltlichung der Kirche spielt es keine Rolle mehr, ob der Priester ein Mann oder eine Frau ist.

Ist das vom Priester geweihte Brot und der Wein Fleisch und Blut Christi - wie die Katholiken behaupten - oder symbolisiert er bloß jenes - wie die Protestanten behaupten? An diesem Streit ist die Kirche (unter anderm) zerbrochen. Meine Antwort: Beides stimmt. Da ALLES Materielle Symbol des Geistigen ist, ist auch Jesus "reales" Fleisch bloß ein Symbol, genau wie die Oblate. Ob wir nun eine Oblate essen oder wie die Kannibalen Jesus "reales" Fleisch, ist im Prinzip egal; wichtig ist, daß unsere Seelen von der Seele Jesu etwas AUFNEHMEN: daß wir von ihr inspiriert werden. Dies gelingt nur über durch ein persönliches OPFER, indem wir etwas von uns (als Materialisten) opfern und im Gegenzug etwas (Geist!) von Jesus erhalten. Genaugenommen müßten wir unsere Opferspeise für das Abendmahl kaufen und vom Priester weihen lassen oder selbst produzieren und weihen lassen. Nun gut, mit der Kirchensteuer sind diese Opfer wohl mitbezahlt.

Was bedeutet die Weihung eines Opfers durch den Priester? Wir bekunden damit, daß wir die Weihung durch den Priester anerkennen, unsere Jüngerschaft. Der Priester wird damit zu unserem spirituellen Lehrer; die vom Materialismus verwirrte Seele gibt sich der spirituellen Führerschaft des Priesters hin, weil sie selbst nicht imstande ist, sich vom Materialismus zu reinigen.

Nun, das alles ist in Ratzingers Büchern nachzulesen. Leider gibt es kaum noch Priester, die echte spirituelle Führerschaft leisten können. Die meisten Priester sind selber blinde Schafe. Sie können ihrer Aufgabe nicht nachkommen; sie können die Hostie nicht weihen; sie können nur noch so tun als ob sie es täten. Das ist der Grund des Niedergangs der Kirche.

23.4.06- Katholizismus oder Protestantismus?

Die Katholiken neigen zur Identifikation von Geist und Materie. Sie sagen, die Oblate ist das Fleisch Jesu; die Bibel ist das Wort Gottes. Die Protestanten neigen* mehr zum Symbolismus. Sie sagen, die Oblate symbolisiere das Fleisch Jesu; in der Bibel berichten Menschen über das Wort Gottes. Für Katholiken wurde Jesus buchstäblich von einer Jungfrau geboren; für Protestanten symbolisiert die Jungfrauengeburt die Tatsache, daß es zur Erzeugung geistiger Nachkommenschaft keinen Vereinigungsakt etwa einer männlichen und weiblichen Seele bedarf, sondern daß er von einer einzigen fruchtbaren Seele (die man als jungfräuliche Mutter symbolisch darstellen kann) initiiert wird.

Ich selbst bin von meiner Denkungsart her demnach Protestant und nicht Katholik. Wenn ich mir jedoch den derzeit praktizierten Protestantismus anschaue, wird mir derart übel, daß ich auch mit dieser Sekte nichts zu tun haben will. Der Protestantismus, wie ich ihn verstehe, ist vollständig verraten und verkauft. Er hat sich dem materialistischen Zeitgeist vollständig unterworfen. Er schwelgt völlig im Diesseits; vom Geist wissen die Pfaffen - zumindest das halbe Dutzend, mit dem ich Gelegenheit hatte, in persönlichen Zusammentreffen zu diskutieren - nicht das Geringste. Alles ist relativiert worden (alle Erscheinungen werden auf Erscheinungen bezogen); das Absolute ist entleert: Gott wurde zum psychologischen Phänomen reduziert. Man kann ihn nach Belieben modernisieren. Grauenhaft! Da ist mir der Katholizismus doch wesentlich sympathischer! Wenistens der Papst macht keine Zugeständnisse an den unseligen Zeitgeist! Hochachtung! Mit seinem Irrtum, Geist und Materie zu identifizieren und damit das Symbolische aufzuheben, kann ich gut leben, zumal mir bewußt ist, daß Materie Geist ist, der nicht als Geist erscheint.

* Ich schreibe "neigen", weil der katholische "Identismus" und der protestantische "Symbolismus" nicht explizit und bewußt durchgeführt wurden. Jesu Wort in Matthäus 13.10-17 ist von beiden Kirchen nicht verstanden worden. Jesus erklärt seinen Jüngern

"Euch ist's gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist's nicht gegeben."

Den Verständigen kann die Wahrheit unmittelbar gegeben werden; den Blinden, also den durch Materialismus Verblendeten, ist's nicht gegeben; sie verstehen nur Gleichnisse, also Beispiele, die aus der Welt gegriffen sind. Wofür die Gleichnisse stehen, hinter dieses Geheimnis muß der Suchende von selber kommen. Und genau daran hapert es.

27.4.06- Kriegsgrund der USA gegen Iran?

http://www.nachrichtenaufklaerung.de/ schreibt:

Die für diesen März 2006 geplante iranische Ölbörse (IOB) soll als Basis den Euro haben und damit den Petro-Dollar ersetzen. Diese Entwicklung ist nicht nur für alle Öl-exportierenden und -importierenden Länder für Bedeutung, sondern für fast alle Staaten weltweit. Damit zeichnet sich ein duales Währungssystem im Welthandel ab, das die Rolle des Euro gegenüber dem Dollar stärken würde. Es gibt zwar zahlreiche Berichte über den Atomstreit mit dem Iran, aber nur sehr wenige Berichte, die von der geplanten Ölbörse und ihren weitreichenden ökonomischen Konsequenzen handeln.

Gehirnwäsche

http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=5&idart=1630

Die Weltsicht: „Wenn es der Wirtschaft gut geht, ist auch alles andere in Ordnung“ ist ja gerade ein Bestandteil der PR-Arbeit von Wirtschaftsinteressenverbänden wie der INSM oder der dubiosen Kampagne „Du bist Deutschland“. Und diese Weltsicht hat sich in der Öffentlichkeit so breit gemacht, dass die Leute tatsächlich glauben, dies sei die einzige Wahrheit. Das ist ebenso eingeprägt wie das sog. „TINA-Prinzip“, also Margaret Thatchers „There is no alternative“, mit dem der Neoliberalismus in Großbritannien begründet wurde. Die Öffentlichkeit wird durch solche Parolen derart benebelt, dass dadurch auch der Primat der Politik ausgehebelt wird. Entscheidungen werden nicht mehr politisch getroffen, man fragt sich nicht mehr, „was wollen wir eigentlich?“, „in welcher Gesellschaft wollen wir leben?“, “„welche soziale Ordnung wollen wir?“ - man fragt nur noch „was ist das Interesse der Wirtschaft?“.

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