Hans-Joachim Heyer

Lukas 11

In den Versen 1 – 13 erklärt Jesus, dass man mit dem Gebet dem „Himmel Gewalt antun“ kann, indem man weltliche Wünsche, die erfüllt werden, im kraftvollen Gebet vorbringt.  Matthäus 11,12 spricht es noch deutlicher aus.

Anders der letzte Vers, in dem Jesus sagt, dass man viel mehr bekommt, wenn man den „Vater Im Himmel“ allgemein um „Heiligen Geist bittet“. Das tat ich vor etwa 40 Jahren mit dem Zusatz, mir nicht alles auf einmal zu geben, sondern Schritt für Schritt, sodass ich die Einweihung wie ein Abenteuer genießen kann. So geschah und und geschieht es bis heute.

Ich scheue mich zu beten wie so viele Andere, da ich keine egoistischen Wünsche vorbringen will. Ich weiß, dass alles zu meinem Besten geschieht, auch das vermeintlich Schlechte. Deshalb bleibe ich in der Regel bei meinem allgemeinen Wunsch nach allgemeinen Erkenntnissen. Es gab allerdings eine Ausnahme. Meine Frau hatte mich im Februar 2025 verlassen. Ein halbes Jahr lebte ich wie ein Eremit, bis ich merkte, dass mir das Alleinsein nicht gut tat. Ich betete um Veränderung, es solle doch bitte etwas geschehen, das die Einsameit beendet. Am nächsten Tag kam eine alte Nachbarin, die mich bat, für ihre Nichte einen Wäschetrockner aus ihrer Wohnung, die zwangsgeräumt wurde, zu holen. Ich fuhr mit der Nichte zur Wohnung und wir holten den Trockner. Auf der Rückfahrt erzählte sie, dass ihr die Obdachlosigkeit bevorstehe. Kurzentschlossen bot ich ihr einige leerstehende Zimmer im Kellergeschoss an, wo sie nun wohnt.

Das war ein Segen für uns beide. Sie hat nun ein Obdach, und ich habe eine Mieterin, die aufs Haus aufpasst, wenn ich nicht da bin. Ich hatte nämlich ein halbes Jahr (13.6.26) nach ihrem Einzug einen Fahrradunfall, bei dem ich mir den rechten Oberschenkelhalsknochen brach und im Krankenhaus ein neues Hüftgelenk eingepflanzt bekam. Danach drei Wochen Reha. Die Mieterin kümmerte sich derweil um die Hühner, die Katzen und die Wohnung. Ohne ihre Hilfe hätte ich Probleme bekommen.

Den Fahradunfall interpretiere ich übrigens wie meinen Unfall um das Jahr 1988, als mir während des Radtrainings ein „Pneumothorax“ zustieß: Ein Lungenbläschen war spontan geplatzt, sodass mein linker Lungenflügel nicht mehr funktionierte. Ich wurde in Homburg operiert mit der Folge, dass ich wegen Einschränkung des Lungenvolumens keine Radrennen (mit Sieges-Chance) mehr fahren konnte ich und fortan endlich (!) mehr Zeit fürs Philosophieren und Schreiben – meine neuen Leidenschaften – hatte. Der Pneumothoraxfall erleichterter mir die Entscheidung, von meiner Radrennbesessenheit loszukommen.

Im April diesen Jahres entdeckte ich mein Faible fürs Radfahren wieder! Ich kaufte mir ein E-Bike und ein Rennrad. Ich begann wieder regelmäßig zu trainieren und wieder nahm ich mir weniger Zeit fürs Philosophieren und Schreiben. Nach meiner Hüft- OP kann ich nun nicht mehr so viel Radfahren wie „gewünscht“, und ich habe wieder mehr Zeit und Muße fürs Studium und Philosophieren.

Was mir mit meiner Fahrradbesessenheit drohte, ist in Lukas 11, 34-36 erklärt. Mein Licht drohte zu erlöschen. Jesus sagte an anderer Stelle, man solle sich sein Auge ausreißen, wenn es einen zur Sünde – den falschen Leben-  verführt. Ähnlich war’s bei mir. Die Unfälle dienten der Höheren Aufgabe. Vers 36 spielt auf die Verklärung an, die in etwas älteren BLOG- Einträgen ansprach. Ich soll meinen materiellen Leib mit meinem Astralleib vereinigen, aufdass ich „verklärt“ werde und einen „Unsterblichkeitsleib“ erhalte.

In Vers 52 moniert Jesus, dass die Schriftgelehrten den Menschen „den Schlüssel der Erkenntnis“ vorenthalten. die geschieht heue m.E. dadurch, dass die moderen Schriftgelehrten, die Theologen und Pastoren die GNOSIS so sehr bekämpfen. Beachte, dass K.I. Copilot (zum Teil zu Recht) meine christlichen Einlassungen GNOSTISCH nannte.