Hans-Joachim Heyer

Ewiges Leben

Als ich noch jung war, dachte ich, dass alle Menschen mir ähnlich sind, vor allem, dass sie die Wahrheit wollen. Es brauchte viel Zeit und viele Erlebnisse, ehe ich erkannte, dass das nicht stimmt. Die große Mehrheit will nicht die Wahrheit, sondern will menschlichen Autoritäten, die einzig an ihrem finanziellen Reichtum erkennbar sind, folgen, in der Hoffnung, an ihrem Reichtum durch Dienstbeflissenheit partizipieren zu können. Ich war der sozialistischen Illusion aufgesessen, dass alle Menschen gleich seien.

In der Bibel steht jedoch geschrieben, dass Gott einem jeden Menschen andere Talente gab (Lukas 19,11 – 28) und dass man nur dann gottgefällig, also entsprechend der geistigen Gesetze, lebt, wenn man seine Talente nicht verkümmern lässt, indem man weltlichen Herren dient, sondern sie annimmt und realisiert. Als ich mich mit den Themen Reinkarnation beschäftigte, glaubte ich auch, dass alle Menschen nach ihrem Tod (in ihren Astralleibern) in eine höhere Welt kommen, aber auch hier widerspricht die Bibel. Jesus erklärt die Sache in Lukas 20, 27 – 40.

In den Versen 34 und 35 sagt Jesus, dass es zwei Welten gebe: Diese Welt und jene Welt. „Jene Welt“ bezeichne ich in meinen Texten als „Höhere Welt“. Um in sie nach dem leiblichen Tod zu kommen, muss man würdig sein. Was heißt „würdig“? Es heißt, Abstand von den „Gesetzen der Welt“, der materialistischen Ratio, den „sachlichen Interessen“, zu erlangen (Paulus nennt sie Gehorsam dem „Fleisch“ oder dem „AT- Gesetz“) und stattdessen die „Gesetze des Geistes“ anzuerkennen, die da sind Liebe, Barmherzigkeit, Mitgefühl, Ehrlichkeit, Treue usw., also die positiven ethischen Werte. Paulus hat zwei Listen all dieser positiven und die ins Verderben führenden negativen Werte angeführt: Galater 5, 19-21 und Galater 5,22-23.

Ich habe in meinem gestigen Aufsatz diese Werte als Resonanz- und Dissonanzerlebnisse zwischen Bewusstseinen beschrieben. Resonanz verbindet; Dissonanz trennt. Positive Werte verbinden; negative Werte trennen (und verringern das Bewusstsein). Das politische Werkzeug der Macht: „Teile und herrsche!“ ist negativ, also satanisch.

Jesus erklärt die Unterschiede dieser Welt und der Höheren Welt. In dieser Welt heiraten die Menschen und bekommen Kinder („Gesetz des Fleisches“ Galater 5, 17); in der Höheren Welt, in der es keinen Tod gibt, gibt es keine Ehen und keine Vermehrung.  Mann und Frau sind hier gleich (V. 34), und sie sind „Kinder Gottes“ und den Engeln gleich.

In Lukas 9,59-60 sagte Jesus: „Lass die Toten die Toten begraben!“ Verse wie dieser deuten darauf hin, dass man nur durch ein entsprechendes höheres Bewusstsein in die höhere Welt gelangt. Warum? Weil die Welt immer ein Spiegel des Bewusstseins ist.

Nachtrag 26.10.: In Lukas 21,36 sagt Jesus ebenfalls, dass man würdig sein muss, um in die höhere Welt zu gelangen.

in Arbeit.