13.1.: In seinem konstruktivistischen Buch „Kalte Faszination – Medien, Kultur, Wissenschaft in der Mediengesellschaft“ erklärt Siegfried J. Schmidt hervorragend die auch von mir favorisierte Philosophie des Konstruktivismus. Bereits im Klappentext heißt es:
„In der Wahrnehmung, so wusste schon Demokrit, lässt sich der Beobachter nicht wegkürzen: man kann nur von der Wirklichkeit des -Beobachters – von den Wirklichkeiten der Beobachter – sprechen. Für jedes Individuum gibt es nur eine, nämlich seine Erfahrungswelt. Trotzdem können die kognitiv autonomen, geschlossenen Systeme erfolgreich miteinander kommunizieren. … (Das heißt), dass es sich beim Sehen um eine Konstruktion und nicht um Realitätsabbildung handelt. …“
Im medientheoretischen Teil des Buches versucht Schmidt herauszufinden, wie intersubjektive Kommunikation funktionieren kann, wenn doch klar ist, dass jedes Subjekt ein geschlossenes, informativ isoliertes, System ist. Wie kommt die Information von Person A zu B, wenn beide in sich geschlossene Systeme sind, also keine Informations- Ein- und Ausgänge haben?* Dies ist meine Frage an Schmidt, und ich denke, dass er im Verlauf seiner Argumentation einen gravierenden Fehler gemacht hat.
Ich saß gestern und heute im „Raucherkeller“ und dachte darüber nach, dass ich mit meinem Ego, dem „Tagesbewusstsein“, aufgrund der Geschlossenheit und Isoliertheit meines Denksystems keine Chance habe, mit meinem Höheren Selbst in ein Gespräch in rationaler Sprache zu führen. Es gibt diesen schönen Spruch „Der Mensch denkt, Gott lenkt (unsichtbar)“, wobei „Gott“ auch das Höhere Selbst oder ein Hoher Meister sein kann. Sicher ist nur die Richtung, nämlich die nach „oben“, von mir (Ego) in eine höhere Realitätsebene: das „Gebet gen Himmel“.
Im Aufsatz „Soldaten“ schrieb ich vor einigen Tagen, dass ich kein Sandkorn erschaffen könne; allerdings habe mein Philosophieren dazu geführt, dass sich mein Schicksal und meine Gesundheit positiv entwickelt haben. Ich (Ego) habe hier unten philosophiert, und als Antwort von „oben“ kamen – unintendiert – jene beiden positiven Wendungen, aber mehr nicht. Zwar hatte ich einigemale Visionen und Remoteviewing- Erlebnisse, aber diese brachten mich bisher nicht weiter. Außerdem waren sie nicht intendiert, sondern kamen zu mir wie unerwartete Geschenke – wie die Jungfrau zum Kind. Dabei handelt es sich nicht ganz um eine Einbahnstraße, denn ich denke (philosophiere), und als Antwort (!?) kommen aus dem „Off“ Eingebungen und sporadisch auch Träume und Visionen. Dass es einen Zusammenhang, eine Kommunikation, gibt, liegt nahe, aber diese geschieht nicht rational auf Augenhöhe und auf nachvollziehbare Weise. Die Antworten kommen stets aus dem „Off“ einer höheren Ebene. Ich weiß nicht, wie mein Hohes Selbst auf mein Philosophieren (meinen Glauben) reagiert. Ich (ego) kann nur nachdenken, aber nicht vordenken.
Über diese Problematik nachdenkend öffnete ich Schmidts Buch und las auf Seite 27, es gebe eine strukturelle Kopplung von Kognition und Kommunikation, was mich sehr begeisterte, denn ich suche ja eine Kopplung von meinen Gedanken (Kognition) und den Antworten meines Hohen Selbstes in Form von Eingebungen, Schicksalswendungen und Gesundungen. Schmidts Aussage bestätigt meine Behauptung, dass ähnlich strukturierte Bewusstseine, also ähnlich denkende Menschen (Subjekte), über Raum und Zeit hinweg in Resonanz- Verbindung***** stehen und am Rande von (kleineren) Differenzen Informationen austauschen.
Dann schreibt Schmidt allerdings – auf Seite 28 -, dass diese Kopplungsprozesse über die Materialität der Kommunikationsmittel laufen: .. „A kann zu B reden, aber nicht denken!“ – Diese Aussage widerspricht meiner Behauptung, dass die wahre Kommunikation über Resonanz***** der Höheren Selbste von A und B laufen, und zwar unbewusst für die Tagesbewusstseine der Egos von A und B.
Schmidt argumentiert, wie ich es vor etlichen Jahren einmal in einem konstruktivistischen Buch von Varela und Maturana las: Konstruiert werde ausschließlich in den materiellen Gehirnen von A und B, beide eingeschlossen in ihren Knochenschädeln und isoliert von der Außenwelt (kognitive Geschlossenheit), aber die Gehirne selber seien in einem offenen biologischen System evolutionär entstanden. Ich kritisierte das Autorenpaar – u.a. in einem Ersteintrag bei Wikipedia und in einem Uni- Referat – wurde dafür nicht kritisiert, aber bei Wikipedia nach einigen Monaten durch einen neuen Eintrag ersetzt, der den Fehler der Autoren wieder einfügte.
Der Fehler Maturanas, Varelas und nun auch Schmidts ist wesentlich, denn er führt den Konstruktivismus – verharmlosend! – in den Materialismus, die mainstreamgründende und -erhaltende Staatsphilosophie, die Philosophie der >Herren der Welt<,*** zurück und beraubt den Konstruktivismus um seine revolutionäre Erkenntnis.
Es wird nicht (nur) im materiellen biologischen Gehirn konstruiert, wie Maturana behauptet, sondern das materielle Gehirn selbst ist ein Konstrukt, nämlich des realen Gehirnes, wie Roth** zeigt. Das materielle Gehirn ist ein raumzeitliches Selbstmodell des raumzeitlosen realen Gehirnes (das ich Seele nenne). Ich behaupte zudem, dass nebst des materiellen Gehirnes der gesamte materielle Kosmos Konstruktionen bewusster geistiger Wesen sind, und dass die These, das materielle physische Universum sei deckungsgleich*** * mit dem Universum als Erscheinung, falsch ist. Ein dreidimensionales Universum kann nicht deckungsgleich mit einem multidimensionalen Universum, das aus intelligenten Informationen besteht, sein. Ich erkenne die Behauptung der Deckungsgleichheit als Betrug der >Herren der Welt< an der Menschheit, die ihr Herrschaftsgebiet, die 3-d- Welt, mit Menschen besiedelt haben, indem sie Menschen ihr Realitätsmodell zu glauben lehren. Heute, 2025 und 2026, erleben wir die systematische Zerstörung der 3.d. Welt. Durch wen?
*Von Augen und Ohren kommen nichts als Nervenimpulse, die vom Gehirn interpretiert und dem gemacht werden, was wir Information nennen. Die Information ist demnach „selbstgemacht“.
**In späteren Aufsätzen und Büchern zieht diese zutreffende Behauptung leider wieder zurück.
***Es scheint nebst den demiurgischen >Herren der Welt< auch positive Mächtige zu geben, die aus den konstruktivistischen Erkenntnissen positive, lebensfördernde Entscheidungen gezogen haben und den Nihilismus, der dem Materialismus innewohnt, bekämpfen.
****Aufgrund der (ohne Beweise angenommenen) angeblichen angenäherten Deckungsgleichheit von „objektiver Realität“ und „theoretischem Modell der Naturwissenschaft“ postuliert die Wissenschaft, sie könne durch methodische Forschung das wissenschaftliche Weltmodell an die Realität annähern. Dass die Wissenschaft keine Möglichkeit hat, den Grad der Annäherung festzustellen, bleibt die Vorstellung einer objektiven materiellen Realität, die der Mensch wissenschaftlich erforschen könne, ein Mythos. Den Basisfehler der wiss. Methodik hat Schmidt – siehe zitierten Klappentext am Anfang dieses Aufsatzes – klar aufgezeigt: „In der Wahrnehmung lässt sich der Beobachter nicht wegkürzen“.
*****LINK: R. Sheldrake über Resonanz : Sheldrakes Aussagen sind meiner Philosophie sehr ähnlich!
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LINK: Meine konstruktivistischen Aufsätze im Archiv
LINK: Gerhard Roths Konstruktivismus + Maturana
LINK: Florian Homm, von der Maschine zum Menschen
Der Ex- Milliardär Homm meint, die Zerstörung Deutschlands sei ein Projekt von „MK – Ultra“. „MK“ steht für „Mind-Kontrolle“. Die Amis nahmen statt des amerikanischen Wortes für Kontrolle – „control“ – das deutsche Wort, da die Deutschen die Bewusstseinskontrolle erfunden haben. Homm sagt, es sei sehr schwer, sein durch MK- Ultra deformiertes Bewusstsein wieder gesund zu machen.
in Arbeit
