Hans-Joachim Heyer

Meine Bibeln

Ich habe mir im Verlauf der Jahre cirka 30 Bibeln gekauft und möchte diese nun vorstellen:

  1. Luther 1545 – Die letzte von Martin Luther persönlich autorisierte Revision seiner Übersetzung ins Deutsche. Luther war der große Reformator und Gründer der protestantischen, evangelischen Kirche, der die Erfindung des Buchdrucks im Jahr 1450 von Johannes Gutenberg aus Mainz  nutzte, die bis dato ausschließlich der katholischen Priesterschaft zugängliche Bibel ins Deutsche zu übersetzen und im Jahr 1534 im gesamten deutschsprachigen Volk zu verbreiten. Die fast 1500 Jahre währende Geheimhaltung der Bibel vor dem Volk hatte einen großen Vorteil, denn es gab bis zu Luthers Übersetzung der Elite keinen Anlass, die Bibel zu fälschen. Erst nach Verbreitung der deutschsprachigen Bibel im Volk sah sich die Elite des Machterhaltes wegen „genötigt“, gefälschte Bibelversionen unters zu manipulierende Volk zu bringen. Da das Volk sehr gläubig war, mussten die ersten Fälschunen sehr vorsichtig vorgenommen werden. So fand ich in der …
  2. … Luther 1912 bisher nur sehr wenige Fälschungen, aber sehr viele echte Verbesserungen, denn die Bibelwissenschaft hatte zwischen 1545 und 1912 echte große Fortschritte gemacht und viele Fehler Luthers korrigiert. Aus diesem Grund ist die Luther 1912 nebst der Obengenannten eine meiner Favoriten. Zudem muss erwähnt werden, dass so gut wie alle berühmten, sprichwörtlich gewordenen, die deutsche Sprache prägenden, Bibelworte Zitate aus der 1912er- Bibel.
  3. Die Luther 1984 ist der nächste große Schritt der Deutschen Bibelgesellschaft zur Anpassung der Heiligen Schrift an die moderene deutsche Sprache. Sie ist die erte Bibel, die ich um 1988 in die Hände bekam und mit zunehmender Begeisterung las.
  4. Die aktuellste Anpassung des Bibeltextes an das moderne Deutsch, die die Deutsche Bibelgesellschaft vorgenommen hat, ist die Luther 2017, die ich jedoch nicht besitze. Ich habe mir stattdessen die …
  5. NeueLuther2009 des Buono-Novella-Verlages angeschafft, von der ich außerdem die Thompson- Studienbibel besitze, die sehr viele thematisch orientierte Querverweise enthält. So kann man viele wichtige Begriffe, zB das Wort „Seele“ vom ersten Auftauchen bis hin zur allerletzten Erwähnung via Kettenverweise nachverfolgen.
  6. NeueLuther21 ist die etwas verbesserte NeueLuther2009. Sie ist für meinen Geschmack die beste moderne Übersetzung.
  7. Schlachter 2000: Sie ist wie die alten Lutherbibeln an „Textus Receptus“ orientiert. Luther standen nicht die ältesten „Urtexte“ zur Verfügung. Etliche ältere „Urtexte“ wurden erst später gefunden und bilden seitdem die Grundlage aller neueren Übersetzungen. Der Textus Receptus enthält einige antike und mittelalterliche Veränderungen, die den Sinn der Texte genauer darstellen sollten. Die Übersetzer der Schlachter2000 legten Wert darauf, die Verschlimmbesserungen der ungläubigen Bibelwissenschaftler (!) Nestle und Aland zurückzukorrigieren, was ich sehr begrüßte.
  8. Von der Schlachter 2000 besitze ich noch die Macarthur-Studienbibel, die viele hilfreiche Erklärungen in den ausführlichen Fußnoten enthält. Leider ist die Schrift etwas klein, sodass ich eine Lupe oder Lesebrille bräuchte.
  9. Katholische Einheitsübersetzung. Eine ältere Version. Es soll inzwischen eine bessere Neuübersetzung geben.
  10. Mengebibel. Von ihr gibt es inzwischen eine aktuelle Revision, die sehr nahe am Urtext sein soll.
  11. Brunsbibel
  12. Neue Evangelistische Übersetzung im „kommunikativen“ Stil mit der Besonderheit, den Namen Gottes JHWH zu benutzen, wo alle Andern stets mit „HErr“ übersetzen.
  13. Elberfelder Sehr nahe am Urtext, allerdings in dadurch in einem mehr oder weniger holprigem Deutsch. Zudem gefällt mir die enge Bindung an die „Forschungen“ Nestles und Alands nicht besonders.
  14.  Da die Katholische und Evangelische Kirche und ihre jeweiligen Bibelgesellschaften von christenfeindlichen Kräften unterwandert sind, hege ich ein schweres Misstrauen in alle neueren Übersetzungen, obwohl es mir nicht gelingt, wasserdichte Beweise für Fälschungen abzuliefern. Trotzdem ziehe ich deshalb die alten Übersetzungen den neuen vor und lehne die „amtlichen“ Bibelgesellschaften eher ab, als die kleineren Bibelverlage. Deshalb sind meine Favoriten
  15. die Luther 1545, die Luther 1912 und die NeueLuther 21.